Mittwoch, 13. April 2011

Ladies in Lavender


Der Duft von Lavendel
- Ladies in Lavender -

Diesmal kein Buch, sondern ein Film.

"Der Duft von Lavendel" basiert aber auf einer Kurzgeschichte. Ich kenne das Original nicht, aber diese Verfilmung kann ich nur jedem der ein Herz für poetische, gefühlvolle Filme hat empfehlen. Es ist ja immer so ein Ding mit Buchverfilmungen, meist werden diese dem Original nicht gerecht und wie gesagt, ich kann es hier nicht beurteilen, aber der Film strahlt so eine Ruhe aus, mit so viel Bedacht wird die Geschichte von den Schwestern und dem Gestrandeten erzählt. 

Judi Dench, als junggebliebene und etwas naive Ursula, Maggie Smith als etwas verbitterte Janet und Daniel Brühl als der talentierte Geiger Andrzej. Ich bewundere die beiden Damen ja schon länger, sie sind einfach beeindruckend, aber auch Daniel Brühl, finde ich, ist einer der besten jungen Schauspieler zur Zeit.

Man könnte den Film mit einem Wort beschreiben - wunderschön. Denn wunderschön trifft nicht nur auf die Landschaften in Cornwall zu, sondern auch auf die beiden Hauptdarstellerinnen. Die beiden sehen einfach so bezaubernd schön aus. 
Die Melancholie wird aber durch wunderbaren Humor aufgelockert. Zu verdanken ist das vor allem der genialen Darstellung der Haushaltshilfe Dorcas durch Miriam Margolyes. Die wunderschöne Natascha McElone als Olga versprüht pure Lebensfreude und hält den Film jung.

Aber worum gehts?

1936:
Die älteren Schwestern Ursula und Janet finden eines Morgens einen jungen Ausländer, der an ihren Strand gespült wurde. Sie nehmen ihn auf und pflegen ihn gesund. Andrzej, der wie sich herausstellt ein begabter Geiger ist, belebt das Haus der beiden Frauen und vor allem Ursula scheint sich zu ihm hingezogen zu fühlen. Er dürfte sie an eine junge Liebe erinnern. Irgendwann ist Andrzej gesund und freundet sich mit der Urlauberin Olga an, deren Bruder ein erfolgreicher und bekannter Musiker ist. Ursula und Janet fürchten um ihren liebgewonnen Gast...





Ich habe mich übrigends total in diesen freistehenden Balkon verliebt - sowas brauche ich auch für mein Haus. 

Und wie bin ich wieder zu diesem Film gekommen?

Vermutlich wie bei vielem was mir unterkommt - durch Zufall. Wobei, es gibt keine Zufälle, ich glaube, auch hier nicht. Amazon hatte ihn schon oft bei den Empfehlungen für mich, ich hatte ihn sogar schon im Warenkorb - keine Ahnung warum ich hin aber dann nicht gekauft habe. Auch auf meinem Wunschzettel hatte ich ihn, aber nie bekommen. Vor ein paar Tagen kam er mir dann wieder unter - im städtischen Einkaufszentrum in der DVD Abteilung, ich war nicht auf der Suche danach, aber diesmal gab ich endlich nach.

Ich kann jetzt schon sagen, dass dieser Film zu meinen absoluten Lieblingen ever gehört.


Dienstag, 12. April 2011

Liebe Isländer!


Liebe Isländer,
da habt ihr ja echt einen genialen Autor - Huldar Breidfjörd hat mich mit diesem Roman echt begeistert.

Wiedermal zufällig entdeckt, machte mich schon alleine der Titel neugierig. So simpel. So kurz. Ich bin mal so faul und gebe ich hier einfach den Klappentext an:

"Mitten im tiefsten Winter beschließt ein 25-jähriger Mann aus Reykjavík, seinem Leben eine neue Richtung zu geben: Weil ihm der monotone Alltag des coolen Lebens in der Hauptstadt über ist, und er es satthat, zwischen Arbeit, Bar und Spirituosengeschäft zu pendeln, kauft er sich einen alten Lappländer-Jeep und das nötige Überlebensequipment und macht sich auf eine zweimonatige Reise durch das eisklirrende Island. Er will seine Heimat und dessen Einwohner kennenlernen und zugleich mehr über sich selbst erfahren. Im Uhrzeigersinn begibt er sich auf seine Tour durch dieses an Wundern volle Land, die ihn an die entlegensten Orte führt und mitten hinein in die isländische Seele." 

Mir ging und geht es auch oft so wie Huldar. Der Alltag frisst einen auf und irgendwann will man einfach nur weg - aber wohin? Warum nicht mal echt was riskieren - und das eigene Land bereisen? Das dachte ich mir auch schon oft. Bevor man andere Kulturen kennenlernt, sollte man wohl vor allem mal seine eigene so richtig erleben.

Einerseits könnnte man sagen - es passiert jetzt nicht viel in diesem Roman, wobei, das wäre auch wieder falsch. Der reist schließlich durch ein Land, trifft auf unterschiedliche Menschen, hat vor allem mit den schlechten Straßenverhältnissen zu kämpfen und das völlig alleine - das ist viel Erfahrung für einen Menschen aber jemand der Action oder große Ereignisse sucht ist bei diesem Roman wohl falsch.
Aber für mich macht es gerade das so interessant. Ich liebe ja Bücher die Geschichten von Dorfbewohnern und einsamen Landschaft erzählen - und dafür ist es genau richtig.
Auch erkenne ich mich teilweise selbst in seinen Erlebnissen mit dem Auto im tiefsten Winter - ich habe ja auch mit manch interessanten Bergstraßen zu kämpfen, wobei die gegen Island wohl nur ein Klacks sein können... nee noch kleiner, ein Klacksi, Klackserl....

Viele Bücher warten gerade darauf von mir verschlungen zu werden, im Moment kommen mir einfach so viele interessante Stücke unter - deshalb wird sich hier auch mehr in diese Richtung tun. In der Sidebar rechts hab ich daher auch immer einen aktuellen Status was das Lesen betrifft integriert.

Für alle Norden-Fans kann ich dieses Buch nur wärmstens (und warm ist es in Island nun gar nicht) empfehlen.

Alles Liebe,

Sonntag, 3. April 2011

Ich wollte heute ein vierblättriges Kleeblatt pflücken..

... tat es aber dann doch nicht.

Was zum einen daran lag, dass es eigentlich gar keines war, sondern zwei Kleeblätter die sich ineinander verhangen hatten. Aber schon bevor ich das rausfand, stellte ich mir die Frage:
Was tue ich, wenn das wirklich eines ist?

Man blickt ja oft über die Wiesen in der Hoffnung mal Eines zu erblicken - zumindest ich tue das. Aber gefunden habe ich noch keines. Also saß ich da so in der Wiese und dachte, wenn es wirklich ein so besonderes Kleeblatt ist, dann kann ich es gar nicht pflücken.

Mir wurde klar, dass alleine die Freude eines gefunden zu haben viel bedeutsamer ist als es dann tatsächlich zu besitzen. So konnte ich mich immer daran erinnern, wo es stand,wie die untergehende Sonne das Grün der Blätter strahlen lies, und wie prickelnd dieser Augenblick war.
Wenn ich es besitzen würde - wäre dieser Zauber nicht mehr so besonders, denn dann würde ich das ausgerissene Ding ansehen, würde es trocken, vermutlich wo hinlegen, oder einrahmen, aber ich würde immer das tote, trockene Blatt sehen.

So entschloss ich mich, schon bevor ich die optische Täuschung bemerkte, dass ich mich für den Zauber des Moments entscheide. Nur weil man etwas besitzt heißt das nicht, dass man sich deshalb besser oder glücklicher fühlt. Es geht doch irgendwie darum was man erlebt und was man fühlt.

In diesem Sinne,
wünsche ich eine bezaubernde neue Woche <3


Alles Liebe,

Montag, 21. März 2011

Willkommen Frühling


Endlich ist er da!
Die ersten Blumen blühen, die Vögel zwitschern, die Luft riecht ganz anders.
Auch wenn die Temperaturen noch etwas frisch sind, so merkt man doch, der Frühling ist da.





Das sind übrigends meine zwei neuen Ketten, aus einem meiner Lieblingsshops bei Dawanda.


Einfach bezaubernd und richtig schön vintage ;-)
Mehr von der Künstlerin in ihrem Shop.

Einen schönen Frühlingsanfang!

Dienstag, 15. März 2011

Buchtipp: Dienstags bei Morrie

Inhalt laut Wikipedia:
"Mitch Albom ist ein erfolgreicher Sportjournalist und hat seine Collegejahre weit hinter sich gelassen, als er ein Fernsehinterview seines ehemaligen Soziologieprofessors und Mentors Morrie Schwartz sieht. Er erfährt dabei, dass Morrie an der tödlichen Krankheit ALS erkrankt ist. Als er erkennt, dass sein alter Freund nicht mehr lange zu leben hat, beschließt er, ihn zu besuchen. Er reist jeden Dienstag von Detroit nach Newton, bis Schwartz stirbt. Bei jedem Treffen lernt er Schwartz' einfache Lektionen für ein glückliches Leben, welche er für das Buch dokumentiert."

Ein wahrhaft traumhaftes Buch über das Leben und über die Magie positiven Denkens. Ich hab das Buch zufällig in der Buchhandlung meines Vertrauens entdeckt und musste es einfach kaufen. Das mach ich oft, vor allem bei CDs, ja, ich lasse mich da sehr von der äußerlichen Hülle, des Umschlages oder des CD Covers, beeinflussen. Aber was solls - es funktioniert. Fast immer.

Ich lese gerade noch an dem Buch, aber es gehört jetzt schon zu meinen Lieblingen. Was bei Coelho manchmal "erzwungen" wirkt, kommt von Morrie ganz natürlich rüber. Der alte Mann steckt trotz seiner schlimmen Krankheit voller Lebensfreude. Davon können wir uns alle ein oder zwei Scheibchen abschneiden.

Ganz interessant fand ich Morries Denkanstoß was Beerdigungen betrifft. Da er weiß, dass ihm seine bevorsteht, fände er es schade, dass diese erst nach seinem Tod abgehalten werden sollte - was hätte er denn davon? Er hätte gar nichts von einer schönen Zeremonie - also veranstaltete er eine lebende Beerdigung um all die schönen Anekdoten und Erzählungen zu hören.

Eben hab ich auch gelesen, dass es bereits eine Verfilmung - mit Jack Lemmon - gibt. Muss ich mir auch mal ansehen.

Hier noch Zitate:

"Die Kultur in der wir leben ist nicht dafür geeignet, daß die Menschen sich mit sich selbst wohl fühlen. Und man muß stark genug sein um zu sagen: Wenn die Kultur nicht funkioniert, dann paß dich ihr nicht an. schaff dir deine eigene."

"Mitch du hast mich gefragt, wieso mir Menschen am Herzen liegen, die ich noch nicht einmal kenne. Aber soll ich dir mal sagen, was das wichtigste ist, das ich aus dieser Krankheit lerne?" "Und das wäre?" "Das Wichtigste im Leben ist zu lernen, wie man Liebe gibt und wie man sie in sich selbst hereinläßt." Seine Stimme sank zu einem Flüstern. "Laß sie rein." 

Dienstag, 8. März 2011

Bilder & Gedanken zu gestern


Ich liebe das Glitzern des Sonnenlichtes auf dem Wasser. 
Wie die Strahlen auf jeder Welle tanzen.


Die schönste Musik in meinen Ohren, ist das Plätschern von Wasser.
Langsam rollt eine Welle nach der anderen an, geht kurz an Land und schwebt wieder hinaus in die Weiten.


Unter der Wasseroberfläche herscht eine eigene Welt. 


Das letzte Eis bezeugt den dagewesenen Winter.
Wirkt wie gewollte Dekoration.
"I'm pretending to be a good fisherman's woman
Just like Anna Ingunn's mom
The gladiator of all fisherman's wives
Makes it a lot easier thinking of you
On the sea where you have to be a month at a time
Working hard in the day
Your hands cracking from the cold and the salt
In the night when you go to bed
You try to sleep by listening to the boat breathing
The boat breathing
And the only thing
The only thing you can think of is me
Waiting for you by the window
With the brightest red lipstick on my lips
Just like Anna waits for her man
How will I learn
I'll wait"
(Emiliana Torrini)

Kleine Kapelle erfüllt mit Sonnenlicht.

Es war ein wunderschöner Tag.

Montag, 7. März 2011

Basteltag


Ich kanns nicht lassen, ich muss Euch hier ein bissal was zeigen, was ich heute gebastelt hab.
Die "Freudentränen" gehören ja anscheinend bei jeder Hochzeit schon mit dazu, hab ich zumindest so den Eindruck. Ich find aber auch, dass das eine ganz nette Idee ist.



Ich hab sie aber ein bissal vereinfachter, als so manche, gemacht. Ich finde, so passt es besser zu unserem Thema. Viele nehmen ja spezielle Taschentücher, basteln dafür spezielle Hüllen, oder kaufen diese sogar. Das wär mir dann doch ein wenig zu teuer und arbeitsintensiv gewesen. 

Ich glaub, die Lösung wie ich sie gemacht hab, ist ganz passabel.
Naja, in echt bin ich ja voll stolz ;-)
Alles Liebe,