Mittwoch, 28. September 2011

Unsere Hochzeit

Melanie & Michael
24. September 2011
Steinbach am Attersee - Feldbauernhof

FREITAG:
Früh morgens hab ich mich mit meiner Trauzeugin im städtischen Einkaufszentrum getroffen. Wir haben uns noch ein paar kleine Toilette-Artikel besorgt und ich hatte noch gar keine Hochzeitsunterwäsche (ich bin nämlich der Meinung H&M reicht völlig). Gemütlich haben wir dann auch noch gefrühstückt danach gings retour nachhause wo schon die Mama, Tante, Schwester und Großeltern bei meinem Schatz waren und uns geholfen haben die restlichen Sachen für den Attersee einzupacken. Da brauchten wir einfach mehrere Autos ;-)
Michael war schon ziemlich nervös und ich die ruhe Selbst - normalerweise ist das eher umgekehrt.
Mit einer Stunde Verspätung sind dann auch wir losgefahren, die Trauzeugin im Gepäck, gings los Richtung See.
Nach einer Stunde Fahrt sind wir fast alle gleichzeitig angekommen und ab da gings los mit dem Aufbau.
Wir haben fast alles selber gemacht. Die Tische gestellt, Lichterketten und Lampions aufgehängt, Servietten gefaltet, etc etc etc.
Es war echt anstrengend aber unsere Leute waren eine super Hilfe. Vor allem die Oma hat so super die Hussen auf die Sesseln gegeben, das wär keine Arbeit für mich gewesen ;)

So gegen 20.00 Uhr bezogen wir dann endlich uns Zimmer in der Pension – wo ich gleich mal feststellte, dass ich bereits Blasen an den Zehen hatte. Ein weiterer Schreck brachte uns durcheinander, wir hatten in den letzten Tagen vergessen unseren Musiker anzurufen und nachzufragen, ob eh alles klar ist und so – wir konnten ihn dann aber nicht erreichen, nur eine Mobilbox die sagte, er wäre krank. So, da ist uns mal das Herz in die Hose gerutscht. Aber Gott sei Dank nach ca. 30 Minuten bangen hat auch er zurückgerufen und es war alles in Ordnung.
Mit ruhigem Gewissen konnten wir also mit unserer Runde gemütlich Essen gehen. Das war ein lustiger und gemütlicher Abschluss eines anstrengenden aber schönen Tages.
Später dann ist auch meine Chefin und somit unsere Fotografin eingetroffen. Wir haben uns mit ihr dann noch am Zimmer getroffen und den nächsten Tag besprochen. Bis zwei der Jungs uns „störten“ und etwas angeheitert sich dazugesellten. Und wenn die Jungs mal zusammen sind, da wird’s schon mal laut, da war an Besprechung nicht mehr wirklich zu denken. Der Trauzeuge, Thomas, war ja schon als Fotografen-Assistent eingeteilt hinzu kam dann noch Michael, „Kopfi“, der den Auftrag hatte uns ein kleines Boot zu organisieren, wovon er mal so gar nicht begeistert war. Und ich sah dem Fotoshooting eher mit Schrecken entgegen – ich war mir sicher, dass es im Chaos enden würde mit der stürmischen Truppe.
Die letzte Nacht war dann furchtbar – war ich anfangs noch total müde, als ich später im Bett lag war ich wieder putzmunter und an Schlaf war nicht zu denken. Ich bin immer nur kurz eingenickt, aber gleich wieder aufgewacht. Erst gegen 5 Uhr früh bin ich richtig eingeschlafen – alle Beruhigungstropfen haben nichts genutzt. Ich war schon sehr aufgeregt und unfreiwillig hat sich der bevorstehende Tag in meinem Kopf abgespielt.


SAMSTAG:
Bevor der Wecker läutete bin ich schon munter gewesen, überall hat man auch aus den anderen Zimmern schon Laute gehört. Etwas verschlafen schleppten wir uns zum Frühstück, wo schon ein paar waren. Das war dann doch ein gemütlicher Start in den Tag. Kurz vor 8 kam dann auch meine Visagistin an. Während sie mich schminkte und frisierte wurde ich schon fleißig fotografiert. Michael hat sich beim Trauzeugen fertig gemacht.
Ich hab dann noch Christine, meine Trauzeugin gebeten, eine Brautjungfer anzurufen, dass sie mir Blasenpflaster besorgt. Die war gerade am Weg zu uns und hat rumgekreischt, dass ich Christine nur hörte „Hör auf zu schreien“. Das war schon lustig. Die anderen waren alle so hippelig und nervös und ich irgendwie die Ruhe selbst – vermutlich war das einfach der fehlende Schlaf ;-) Nein, eher die Freude und Erlösung, dass der große Tag endlich, endlich da war.
Michael und seine zwei Jungs haben dann meinen Strauß geholt und wurden draußen platziert um auf mich zu warten. So haben wir dann das erste Aufeinandertreffen schön inszeniert. Als ich die Treppen vor der Pension hinunter schritt konnte ich Michi nicht gleich sehen – aber dann, da stand er und dahinter die zwei Jungs. Alle mit offenem Mund. Michi hat dann nur mal ein „Wow“ rausbekommen. Die Jungs waren noch immer sprachlos und regungslos. Das war einfach so süß. Wir haben dann ein bissl rumgescherzt und dann war die Stimmung wieder locker.
Ab da haben sich die Jungs so rührend um mich gekümmert, alle meine Bedenken waren in Luft aufgelöst. Die waren so brav, haben mich fast auf Händen getragen, ich war einfach nur geschmeichelt. Dann gings zum Shooting, es war zwar schon 10 Uhr aber noch sehr nebelig, trotzdem haben wir schon was am Wasser gemacht. Da hatten wir gleich ein paar lustige Erlebnisse mit Schwänen und Tauchern. Schlussendlich kam dann aber auch die Sonne raus und es wurde ein strahlend schöner, schon fast kitschiger, Tag. Genau wie wir ihn brauchten.
Nach dem Shooting gings für mich zurück zur Pension, Michi fuhr schon rauf zum Hof um die Gäste beim Eintreffen  zu begrüßen. Am Parkplatz angekommen warteten schon ein paar unserer engsten Freunde und mein Papa. Die alle völlig hin und weg waren. Mein Kommentar als ich ausgestiegen war nur „So, da bin ich.“ Und alle haben gelacht. Natürlich musste ich gleich mal meine ungewöhnlichen Brautschuhe (Stiefel) herzeigen. Ich hab mich dann noch schnell ein bißchen frisch gemacht und war froh, dass ich mir vom Frühstück eine Semmel mit aufs Zimmer genommen hatte, denn ich hatte einen riesigen Hunger.
Ein sehr enger Freund von uns hat mich dann im Cabrio chauffiert und auf den Hof gebracht. Dort waren schon die meiste Gäste. Alle waren total begeistert von der Location, von unseren Outfits, es war einfach total gemütlich mit allen schon mal eine Kleinigkeit zu trinken und zu quatschen.
Um 14 Uhr wars dann soweit. Die Brautjungfer die zuvor schon am Telefon gekreischt hatte, konnte bereits ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Das war echt süß. Wir nahmen also Aufstellung. Die Trauzeugen, Brautjungfern und Grooms und dann Michael. Zum Schluss kamen dann ich und mein Papa, der mich vorne gar nicht loslassen wollte, was für einige Lacher gesorgt hatte. Unser Einzugslied war „Wonderwall“ von Oasis. (Übrigends war unser Sänger einen Tag zuvor im Fernsehen bei „die große Chance“. Wir hatten ihn damals auf der Landstraße in Linz entdeckt und fast vom Fleck weg engagiert).
Die Trauung war einfach wunderschön, persönlich und locker. Wir wollten stehen und nicht sitzen, wie es sonst üblich ist, was total gut ankam. Wir sind nebeneinander gestanden aber halb seitlich, so konnte man ein bißchen was von uns sehen. Unsere Freunde haben dann wunderschön ein paar persönliche Worte gesprochen, teils aus dem Bauch heraus. Es war einfach nur perfekt und so total wir. Als zweites Lied hatten wir „Himmelblau“ von den Ärzten, dann „Chasing Cars“ beim Ringwechsel und „500 Miles“ von den Proclaimers am Ende. Da haben dann alle mit geklatscht und gesungen. Beim Auszug gingen wir durch ein Seifenblasenmeer, einfach traumhaft und fast nicht mehr realisierbar.
Danach gabs Agape und natürlich Glückwünsche und Geschenke. Michis Schwester hatte auch noch einen Luftballonstart für uns organisiert. Witzig war, dass sich die Luftballons in der Luft zusammenschlossen und gemeinsam Richtung Berge zogen. Das Helium hat natürlich auch für ein paar Lacher gesorgt.
Anschließend haben wir Gruppenfotos gemacht, etwas entfernt von der ganzen Meute. Das war ebenfalls so lustig. Wir sind alle gesprungen, sogar der Opa. Das Foto ist einfach Hammer. Die Stimmung war so locker und lässig, viele haben uns da schon gesagt, dass es die schönste und gemütlichste Hochzeit war auf der sie je waren. Michi wurde von seinen Jungs mit einer Zigarre überrascht, da entstanden auch geniale Fotos wie die Jungs fesch in ihren Anzügen rauchten. Zum schmachten.
Die Gäste konnten sie währenddessen beschäftigen. Bei der Location selbst gab es eine 8er-Wippe, Schaukeln, einen Hängemattenpavillion und wir hatten auch noch etwas vorbereitet: private Fotos von uns (auch Kinderfotos), ein Gästebuch wofür man sich entweder mit Bilderrahmen oder Tafel fotografieren lassen konnte, eine Länderkarte für Flittertipps, Cricket Spiel, etc.
Gegen 17 Uhr gings dann in den Stadl zum Essen. Mit einer weiteren „aus dem Bauch heraus“-Rede haben wir das Buffet eröffnet und danach haben wir noch ein paar Fotos beim Sonnenuntergang gemacht.
Unser Brauttanz war auch improvisiert, wir hatten keine einzige Tanzstunde und haben halt einfach nach Gefühl – weils wurscht ist ;-)
Danach haben wir die Torte angeschnitten, die leider nicht so ausgesehen hat wie wir besprochen hatten. Die war irgendwie grün-ähnlich, obwohl weiß vereinbart war. Das war etwas seltsam. Aber geschmeckt hat sie zumindest, die war schnell weg.
Wir haben mit vielen gequatscht, gelacht und einfach wirklich eine geniale Feier erlebt. Selbst die Kinder waren ein Wahnsinn, so brav, haben miteinander gespielt, nichts kaputt gemacht, haben für uns Zeichnungen gemacht, die Location-Vermieter und das Catering haben unsere ganze Gesellschaft in höchsten Tönen gelobt, als eine der nettesten und zivilisiertesten. Das hat uns natürlich noch stolzer gemacht.
Brigitte, unsere Fotografin, hat uns dann mit einer Diashow der Fotos überrascht. Da war ich so hin und weg, dass ich vor Freude nur so geheult habe. Durch die Bank meinten die Leute „das ist eine Künstlerin“ und das ist sie wirklich.
Wie es sich gehört, waren wir die letzten die gegangen sind und um ziemlich genau 3 Uhr morgens sind wir ins Bett gefallen.
Auch wenn es kitschig ist und man sagt, es wäre der schönste Tag im Leben, es war weit mehr als das. Es war der berührenste, intensivste, wundervollste Tag. Er war genau so wie wir ihn wollten. Gemütlich, locker, lustig, der Tag war einfach wie wir. Die Hochzeit war authentisch. Das größte Kompliment war wohl, als ein Gast, der ebenfalls verheiratet ist, zu mir kam und sagte „Ihr zwei machts das heiraten wieder modern.“
So… hier nun aber ein paar Fotos, die meine Brautjungfer Manuela und mein Papa gemacht haben… DANKE! (Die anderen folgen dann…)

Der strahlende Bräutigam.

Mein Strauß.

Vor der Pension, kurz bevor es auf den Hof ging.


vom Bräutigam selbstgemachte Schilder

während der Trauung.




Unsere Dienstleister im Überblick:
Location: www.feldbauernhof.at
Catering: http://www.diekochwerkstatt.com/
Fotografie: www.brigittecorn.at
Kleid und Anzug: Steinecker
Brauttasche: LilleTing
Blumenkranz: Miss Cherry Blossom
Musik Trauung: www.jackthebush.com
Musik Fest: DJ Köthe Fred
Visagistin: Sandra List – SL Make up

Sonntag, 18. September 2011

Countdown

... so, jetzt gehts dahin.
Nicht mal mehr eine Woche bis zur Hochzeit.

Gestern haben wir eine kleine Weinverkostung gemacht - natürlich mehr zum Spaß. Michis Opa spendiert ja den Wein und hat uns schon mal drei verschiedene Flaschen mitgegeben zum kosten. Aber da er ja mehr als nur 3 verschiedene Sorten (nämlich sogar mehr als 10) mit nimmt, war das nicht zum Aussuchen, sondern ... ja... nur zum Spaß ;-)
Und den hatten wir. Mit 2 sehr guten Freunden von uns haben wir dann die drei Flaschen geleert. Währenddessen eine Runde TabuXXL (mit KnotenKnut - der ist ja so lustig) gespielt. Ich hab wieder so lachen müssen, dass mir alles wehtat und auch heute schmerzen meine Bäckchen noch etwas ;-)

Ein paar Kleinigkeiten gehören noch erledigt - wie ein paar Sachen zum Drucken zu bringen, aber größtenteils sind wir schon am einpacken.

Wenn ich jetzt so diese Vorbereitungszeit reflektiere war dieses Organsieren und Herstellen von Drucksachen, Deko oÄ ganz nett und schön - einzig wenn mal was nervte - das hatte immer mit Leuten zu tun. Da gabs manchmal schon kuriose Vorfälle... aber was war das war. Jetzt wird dann einfach gefeiert und dann werden auch die sehen - alles halb so wild :-)
Und wenn man halt nicht 0815 will, ist es immer etwas schwieriger, aber alles ist machbar, man braucht nur Geduld und Durchhaltevermögen.

Tja, ich schätze, beim nächsten Post gibts dann die ersten Fotos... wünsch euch eine schöne Woche und bis bald!

Melanie

Montag, 29. August 2011

3-Korn-Puffer schnell und lecka


Hui schon wieder ein Rezept :)
Hab mich gefreut, dass die Heidelbeerknödel so gut bei euch angekommen sind - aber ich bin mir sicher, die kann man mit allen anderen Beeren genauso machen.
Schreibts mir wie sie euch geschmeckt haben :)

Heute gibts mal ein schnelles Bio-Rezept. Auf dem Foto links kann man auch hoffentlich erkennen welche Produkte ich gewählt habe - aber im Endeffekt ist es egal. So gesunde "Puffer" oder "Laiberl" (wie ma auf österreichisch sagen) Fertigmischung gibts sicher überall.

Ich hab verwendet: (alles BIO)
3-Korn-Puffer Fertigmischung von Bauck-Hof
Sonnenblumenöl von Ja!natürlich
Sauerrahm von den Hoflieferanten
Knoblauch
Gewürzmischung von Sonnentor
Sesam-Nuss Tofu

Die Puffer nach Anleitung zubereiten. Ich hab dann noch die "Schutzengel" Gewürzmischung von Sonnentor und 2 Knoblauchzehen beigemengt. Nach Anleitung ausbacken/braten. Sauerrahm dazu. Fertig - im Prinzip.
Als Beilage hab ich mir dann noch ein bißchen was vom Sesam-Nuss Tofu dazu. Den hab ich zuvor auch einfach in dem Rest des Öls gebraten.
War sehr sehr lecker.

Ach ja und einen Heidelbeeressig hab ich auch angesetzt, sobald der fertig ist gibt es das Rezept und den Link zu einer wirklich tollen Seite.

Eine schöne Woche!

Donnerstag, 25. August 2011

Heidelbeerknödel

(C) melanie eichenauer


Lecker waren sie - die Heidelbeerknödel. Ebenfalls schnell weg, genauso wie das Tomaten-Basilikum-Brot, nur hab ich es dieses mal geschaft ein Foto zu machen ;-)

Hier kommt das Rezept für ca. 12-16 Knödel:
(ich habe ausschließlich Bio-Produkte verwendet)
60g Butter
1 Zitrone
1 Ei
250g Topfen/Quark
150g Mehl
Heidelbeeren (laut Originalrezept 500g, ich denke man kommt aber mit der Hälfte auch locker aus)

Butter bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis sie weich wird. Zitrone fein abreiben und zur Butter geben. Beides schön schaumig schlagen.
Ei, Topfen und Mehl unterrühren und zu einem glatten Teig verkneten. Diesen ca. 30 Minuten ruhen lassen.
Dann den Teig zu einer Rolle formen und in 12-16 Scheiben schneiden. Die Teigscheiben flachdrücken und mit Heidelbeeren belegen. Zu Knödeln formen und ins kochende Wasser gleiten lassen. Im simmernden Wasser ca. 10 Minuten gar ziehen bis sie an der Oberfläche schwimmen.
Man kann die Knödel dann zB mit Mohn oder Puderzucker bestreuen - mir sind am liebsten Butterbrösel.

Butterbrösel: Butter nach Bedarf in einer Pfanne erhitzen, Semmelbrösel mit Zucker dazugeben und bei ständigem rühren knusprig "anbraten" - Achtung Pfanne sollte nicht zu heiß sein, sonst brennen sie leicht an.


Rezept aus "LandIdee: Sommerküche - raffiniert und bodenständig: Obst-Rezepte vom Land"

Montag, 15. August 2011

Knuspriges Tomaten-Basilikum-Brot

(Leider hab ich vergessen ein Foto zu machen... *schäm*)

Zutaten:
Scheiben von Bio-Roggenbrot
Bio Tomaten
Bio Basilikum
Bio Butter
Salz
Parmesan

Brot mit Butter bestreichen und salzen. Basilikum klein hacken und auf dem Brot verteilen, darüber die Tomaten in Scheiben geschnitten legen. Mit Parmesam reichlich bestreuen.

Bei ca. 180 Grad ca. 10-15 Min kross backen.

Schmeckt südländisch lecker!

Freitag, 12. August 2011

NETs - ein geniales Netzwerk

www.netswerk.at




Heute möcht ich mal wieder was erzählen...

... und zwar von NETs - dem Netzwerk für nachhaltiges Leben.

Gehört, besser gesagt gelesen, habe ich von diesem Verein bzw. Netzwerk in der regionalen Zeitung unserer Stadt. Damals fand ich die Idee schon genial, Nachhaltigkeit, ein Thema das mich immer mehr interessiert und das uns alle betrifft.

Da ich die Zeitung aber leider selber nicht erhalte, sondern den Artikel nur bei meinen Eltern gelesen habe, geriet das Unternehmen wieder in Vergessenheit. Irgendwie erinnerte ich mich dann aber wieder und konnte Google sei Dank die Homepage ausfindig machen.

Aber alles der Reihe nach... worum gehts? Am besten erklärt es sich durch die Beschreibung von der Homepage von Nets:

"Durch jeden Einkauf können wir schädigend oder lebensförderlich wirken. Wir bemühen uns, die rundum guten Produkte zu finden und anzubieten. Wir führen keine Produkte, von denen uns bekannt ist, dass sie andere schädigen. Wenn man den Weizen von der Spreu trennt, bleibt nicht mehr sehr viel über. Noch ist es so, dass 8 von 10 Menschen in Österreich beim Lebensmitteleinkauf andere Menschen und unsere natürlichen Lebensgrundlagen schädigen. Beim Einkauf von Bekleidung schädigen gar 9 von 10 Menschen andere. Es ist Zeit, dass sich das Verhältnis umkehrt und es ganz normal ist, dass 9 von 10 Menschen mit ihrem Einkauf die Lebensqualität von anderen fördern und einen guten Umgang mit den Tieren, Pflanzen, Boden, Luft und Wasser finanzieren."

Im Grunde funktioniert es so:
Man kann Anfang der Woche bequem die Waren über den Online Shop bestellen und Ende der Woche abholen. (Oder auch liefern lassen)
Was mich begeister sind neben der Idee, den Produkte und dem Team auch die Preise. Bio-Produkte teilweise günstiger als in den gängigen Lebensmittelgeschäften und noch dazu ist der bezahlte Preis so viel mehr Wert.
Da zahlt man gerne jeden Euro.

Für mich war es schon oft ein Problem an Bio Produkte zu kommen... aus mehreren Gründen, ja sie sind teurer (nicht immer) aber man hat so viel mehr davon. Wer es mal ausprobiert hat, weiß wovon ich rede, es ist nicht nur der Geschmack, sondern auch die Sättigung. Meine Erfahrung ist zB bei einem "normalen" Joghurt hält das Sättigungsgefühl nicht lange ein, schnell will man mehr. Natürlich, die Großkonzerne wollen ja eigentlich nicht, dass wir satt werden, sondern eben, dass wir noch mehr wollen.

Ich interpretiere Nets auch so, dass man gezielter und bewusster einkauft. Dadurch, dass man schon am Wochenanfang wissen sollte was man dann Ende der Woche erhalten möchte, muss man sich viel mehr Gedanken machen.

Ein weiteres Problem für mich war, dass es zwar sehr wohl bereits überall Bio-Produkte gibt... ich mich aber trotzdem gefragt habe, warum muss ich diese Ware (zB Brot) von einem Hersteller aus Deutschland oder sonst wo in Österreich kaufen - es gibt ja auch direkt in meiner Nähe Anbieter. Durch dieses System kann ich nun wirklich regionale Produkte erwerben und zahlt man dafür nicht viel lieber Geld?
Warum Gemüse kaufen das durch lange Transporte zu uns nach Österreich gebracht wird? Gemüse wie Tomaten, Salat, etc. Diese gibt es ja auch bei uns. So hab ich begonnen auch selber Gemüse anzubauen. Meine liebe Nachbarin steht mir mit ihrem Wissen mit Rat und Tat zur Seite. Die eigens angebaute Tomate schmeckt einfach gaaaanz anders, nämlich viel besser. Noch dazu wenn sie noch etwas warm von der Sonne ist. Herrlich.
Wer diese Erfahrung gemacht hat, der will nichts anderes mehr.

Heute habe ich mir dann mein erstes Bio-Kisterl abgeholt. Ich habs endlich geschafft, den Online Shop auszuprobieren. Es war einfach eine wohltuende Erfahrung.
Schon der Weg dort hin ist besonders. Versteckt in einer Wohnsiedlung außerhalb vom Zentrum, eher unscheinbar. Nur ein kleines Schild, das ich fast übersehen hätte, zeigt einem an, dass man hier seine Lebensmittel abholen kann.
Das Gebäude ist eher ein Wohngebäude (ich glaub das ist es auch *g*) mit einem Innenhof in dem Kinder spielen. Unscheinbar liegt der kleine Verkaufs- bzw. Abholraum auf der Linken Hauswandseite.
Eine Ecke draußen, bei der ich dachte, dass dort private Gegenstände gelagert wurden, stellte sich als "Schenk-Ecke" heraus. Man liefert dort Dinge wie Bücher, Kleidung, etc.  die man nicht mehr braucht ab und kann sich, sollte man etwas brauchen, etwas nehmen. Es geht um das pure Geben (Schenken) und Nehmen.
Eine wunderbare Idee. So einfach. Gott sei Dank ist da jemand drauf gekommen ;-)

Vor Ort hab ich mir zusätzlich noch Birnen, Seife und Knabbergebäck gekauft. Und weiß oder ahnt man erst einmal wie die Großhändler zu den Waren kommen, welche Methoden (zB in Tierhaltung) da angewandt werden, der kann nicht mehr einfach so in einen der bekannten Supermärkte gehen.
Ständig fühlte ich mich dort erdrückt von dem Warenangebot. Wer braucht so viele verschieden Joghurts, Butter, Aufstriche, etc. Alles gefüllt bis zum Bersten, ein wahrer Warendruck. Erdrückend.
Noch erdrückender wenn man erahnt wieviel davon wieder weggeworfen wird...

Zeit zum Umdenken.

Damit wünsch ich ein schönes Wochenende...
liebe Grüße,
Melanie



Sonntag, 7. August 2011

Kurzer Bericht zwischendurch...

Im Moment geht es ein wenig drunter und drüber.
Die kurze Zeit für Erholung versuche ich so gut es geht zu genießen. So wie dieser wiedermal fast herbstliche Sonntag heute.

Das Täschchen von Tini ist bereits angekommen, aber ich hatte leider noch keine Zeit Fotos davon zu machen, auch meine Stiefel (die sooo genial sind) sind da - passen perfekt - aber noch keine Zeit sie abzulichten.

Morgen gehts zum finalen Anpassen von Brautkleid und Bräutigamanzug. Wenn ich ehrlich bin... ich wüßte mir was besseres zu tun... aber es muss halt sein.
Ich bin halt so eine eher untypische Braut und fühl mich oft fehl am Platz, das wird morgen sicher wieder lustig wenn ich mit meinen Cowboyboots zur Ankleide komme und dann sage "Oh doch, das sind meine Schuhe für die Hochzeit!"
Da werden wieder ein paar Träume aus Rüschchen und Plüsch lautstark zerplatzen.


Letzte Woche war großer Besprechungstag bei der Location - danach konnte ich von der Hochzeit ehrlich gesagt auch nichts mehr hören, so viele Entscheidungen die man ständig treffen muss... aber jetzt wirds dann etwas "ruhiger". Gott sei dank hab ich schon vieles vorbereitet, es fehlen nur noch die Abschlussarbeiten (Drucksorten drucken, etc.), ansonsten hoffe ich, dass wir soweit fertig sind.
Auch wenn das jetzt gestresst klingt, glaub ich, sind wir noch viel relaxter als so manch andere die ziemliche Panik haben, wie ich so mitbekommen hab... das find ich dann schon etwas schräg ;-)

Und manche scheinen ja zu denken "boah das wird ja das über drüber Ding" - ja klar, es wird was besonderes, weil es eben schon mal um eine besondere Sache geht und wir werden das nicht so klassisch abziehen, aber es wird auch vieles einfach locker und ungezwungen sein. Und genau das kommt im Vorfeld schon sehr gut an - auch bei Fremden. So ist zB meine Bastelanleitung für meine total einfachen "Freudentränen" sehr beliebt und ich wurde des öfteren darum gefragt.
Auch wenn die Idee an sich vielleicht schon abgedroschen ist, ich find den Grundgedanken eigentlich nett und man nimmt sich ja gerne ein paar Erinnerungen mit - sofern man sich nicht in das besagte Tuch geschneuzt hat ;-)


Und da diese Tücher ja auch gelegentlich für traurige Tränen verwendet werden, ist dies meine ungeschickte Überleitung zu folgendem...


Der Kater meiner Eltern, natürlich auch in geweisser Weise meiner... eigentlich bin ich da nicht so der Typ der alles im Blog postet, aber es wäre mir auch komisch vorgekommen es nicht zu tun. Drum hier das Bild aber ohne Kommentar.

Noch einen ruhigen Sonntagabend...