Montag, 23. April 2012

London

Impressionen aus London

13.-16.04.2012
Betriebsausflug mit dem Fotostudio
(inkl. Ehemann *g*)

(C) Melanie Eichenauer. 2012.


Tower Bridge.

Beim Überqueren der Tower Bridge.


Seitengasse bei der Tower Bridge.
Wachablöse.


St. Pauls Cathedral.

Natural History Museum.

Riesendino im Natural History Museum.

Covent Garden.
Covent Garden.
Westminster Abby & Big Ben.

Big Ben.

Abends am Piccadilly Circus.

Hinter der St. Pauls Church (nicht die Kathedrale) am Covent Garden.
St. James Park.
An einem Ende vom Hyde Park.

Montag, 9. April 2012

Schuh oder nicht Schuh

Ja kann es denn wirklich sein?
Ist das möglich?

Ich wohn jetzt seit 6 Jahren auf'm Berg, am Land, manche nennen es Pampa. Umgeben von Wiesen und Feldern. Wo Fuchs und Huhn sich gute Nacht sagen.
Und ich hab noch immer keine Gummistiefel?

Schande über mein nun völlig verländlichtes Haupt. Das muss sich jetzt aber mal schnell ändern. Weil jedesmal wieder, wenn ich rausgeh um zum Beispiel den Biomüll zu entsorgen, ärgere ich mich, dass ich solche tollen Schuhe nicht besitze und frage mich, wie gibt's das?
Also latsch ich wieder mit meinen Sportschuhen durch die, zurzeit vom Schnee, nassen Wiesen auf dem Weg zum Teich, wo der Kompost steht. Quatsch und Schmatz macht es da.

Ich hab jetzt nicht grundsätzlich was gegen dreckig werden, aber ich bin, was Schuhe angeht, eine total untypische Frau. Ich besitze zwar ein paar mehrere aber bei weitem nicht so viele wie mein Mann aber ich zieh auch immer nur das selbe paar an. Die trag ich dann so lange bis sie löchrig werden, was meist ein bis maximal zwei Jahre dauert und dann zerrt mein Mann mich wieder in einen Schuhladen, unter großem Raunzen von mir.
Mich nervt das einfach. Ich kann auch nicht mit Absätzen gehen, sie gefallen mir zwar optisch aber ich selbst komm mir doof vor. Aja ein paar Schlappen die ich mal für günstige 4 Euro erstanden hab, benütz ich im Sommer im Garten immer. Tja... und meine Hauspatschen. Die auch schon furchtbar aussehen.

Aber jetzt müßen Gummistiefel her. Genug vorm Schuhkauf gedrückt. Sowas geht ja auch schon online - find ich zwar auch anstrengend, weil wenn sie nicht passen, muss man sie wieder zurückschicken und jeder der am Land wohnt, wo es keine Poststelle um die Ecke gibt, weiß wie umständlich das sein kann.

Hier aber mal meine Entdeckungen:

Seven Seconds - navy.
Gesehen bei zalando.at um ca. 40 Euro


Viking Fox Gummistiefel - lime
Gesehen bei zalando.at um ca. 60 Euro.
Viking Gummistiefel
Gesehen bei zalando.at um ca. 90 Euro
WTF?? 90 Euro... aber es geht noch teurer,
hab welche um 120 Euro auch gesehen.

Letztens hab ich auch bei Bellaflora welche gesehen, in matsch-grün um ca. 25 Euro. Ich glaub, mehr lässt meine Geldtasche auch gar nicht zu. Bei Schuhen war ich halt schon immer knausrig ;-)

Schönen Ostermontag!

Sonntag, 8. April 2012

Neue Errungenschaften

Hab ich etwa sooo lang geschlafen?
Haben wir schon wieder Weihnachten?

Draußen ist alles weiß und es schneit weiter. Mal sehen wie lang, dass das wieder andauert. Aber gerechnet hab ich ja irgendwie damit. Es ist halt doch wieder ein typischer April. Seien wir froh ;-)

Eigentlich wollte ich ja ein bißchen sparen und mir nicht wieder neue Bücher zulegen, auch aus dem Grund, weil wir bald übergehen vor lauter Bücher. Ich weiß echt schon nicht mehr wohin damit.
Aber diesen Vorsatz hab ich letztens mal wieder über Board geworfen als ich beim Multikonzern Amazon gebummelt hab. Da kamen mir wieder viele interessante Bücher unter, die ich dann halt einfach haben musste. Ging nicht anders.
Jetzt hoff ich, dass sie vor meiner Abreise zum Betriebsausflug nach London kommen.

Meine neuen Errungenschaften sind:

Das neue Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne 

von Klaus Werner & Hans Weiss

(bestellen)
 Pressestimmen (aus der Amazon Beschreibung):
»Das Buch attackiert die Konzerne an ihrer empfindlichsten Stelle: ihrem Ruf!« Der Spiegel »Ein Sachbuch-Krimi!« Deutschlandradio Kultur 

Uns gehört die Welt!: Macht und Machenschaften der Multis

 von Klaus Werner Lobo

(bestellen)



Kurzbeschreibung von Amazon:

Die Globalisierung hat viele reich, doch die Mehrheit der Weltbevölkerung noch ärmer gemacht. Große Konzerne verfolgen vor allem ein Ziel: den maximalen Profit. Menschenwürdige Arbeitsbedingungen, ethische Grundsätze und Umweltschutz werden dem viel zu häufig geopfert.
Warum das so ist, ergründet dieses Buch. Es zeigt zugleich, dass keiner von uns machtlos ist. Klaus Werner-Lobo erklärt die Zusammenhänge zwischen der Weltwirtschaft und unserem persönlichen Leben, die Ursachen für Armut, Kinderarbeit und Umweltzerstörung und zeigt, wie jeder Einzelne dem etwas entgegensetzen kann.
»Mein persönliches Buch des Jahres, vielleicht sogar Buch meines Lebens. Das Buch hat mein Leben völlig umgekrempelt!« Charlotte Roche


Der große Bio-Schmäh: Wie uns die Lebensmittelkonzerne an der Nase herumführen

 von Clemens Arvay


(bestellen)
Kurzbeschreibung von Amazon:
Biologische Lebensmittel liegen im Trend, die Umsätze steigen jährlich. Den größten Teil des Kuchens sichern sich in Österreich mittlerweile die Handelsmarken der großen Supermarktkonzerne wie REWE (Billa & Co.), SPAR und HOFER. Was steckt aber wirklich hinter deren Bio-Handelsmarken? Ausgehend von den vollmundigen Versprechen der Werbung macht sich der Agrarbiologe Clemens G. Arvay in Wallraff-Manier auf die Suche nach der Realität.
Anstatt auf idyllische Bio-Bauernhöfe und glückliche Schweinchen stößt er auf Tierfabriken, endlose Monokulturen und industrialisierte Landwirtschaft. Begleiten Sie den Autor auf seiner Reise durch den biologischen Massenmarkt und erleben Sie hautnah, was Sie nie hätten erfahren sollen, wenn es nach den Lebensmittelkonzernen ginge. Clemens G. Arvay zeigt aber auch echte Bio-Alternativen auf.

„An diesem Buch werden viele schwer zu schlucken haben, die sich ihr gutes Gewissen bequem im Supermarkt kaufen wollten. Für alle, die sich nicht täuschen lassen wollen, ist es eine unverzichtbare Informationsquelle.“
Klaus Werner-Lobo, Autor von „Schwarzbuch Markenfirmen“




Das letzte Buch ist mir schon öfter untergekommen, aber ich hatte immer den Titel falsch verstanden - wobei... er sagt ja eigentlich das aus was er meint. Ich müßte da jetzt vielleicht ins Detail gehen damits jeder versteht, aber ich glaub, das mach ich dann wenn ichs gelesen hab, in Form einer Rezension.

Also dann frohe Weihnachten.... äh... Ostern.

Montag, 2. April 2012

2 Bücher, eines hui... das andere.... naja.

Arm aber Bio! von Rosa Wolff. Edition Butterbrot.
Ja, ich werde des Themas nicht müde ;-)

Gestern ausgelesen, möcht ich heute ein bissal über dieses Buch erzählen. Es ist eher dünn (ca. 220 Seiten) aber gefüllt mit vielen Informationen, Rezepten und auch Lachern.
Rosa Wolff hat hier einen Erfahrungsbericht mit so viel Hingabe und Unterhaltung abgeliefert, dass es einen gar nicht mehr wundert, wenn man auf ihrer Seite arm-aber-bio.de liest, dass sie dazu selbst einen Verlag (nennt sich passender Weise "Edition Butterbrot") gegründet hat. Alles stammt aus ihrer Hand, die Fotos auf dem Titel, die Gestaltung und natürlich der Bericht.

Aber warum gehts?
Rosa startete einen Selbstversuch. Mit wenig Geld biologisch und gesund ernähren. Mit dem damaligen Hartz-IV Budget, dass für Essen vorgesehen war, versucht sie sich biologisch und gesund zu ernähren. Pro Tag standen ihr 4,35 Euro zur Verfügung.
Sie erzählt jeden Tag wie es ihr ergangen ist, beschreibt das Einkaufen, Planen und Kochen. Dazu gibt es immer eine Kostenaufstellung und auch meist Tips zB zur Lebensmittelaufbewahrung (meine Radieschen werden nun nie wieder schrumpeln).

Ich muss zugeben, anfangs war ich etwas besorgt, dass es langweilig werden könnte, immer zu lesen was ein Mensch einkauft, was er isst und dann diese Kostenabrechnung. Nach kurzer Einlesezeit aber waren diese Ängste in pure Unterhaltung verwandelt. Rosa bracht mich oft zum Schmunzeln und auch Lachen. Mit viel Herz und Charme erzählt sie Tagebuchartig ihre Erfahrungen. Sie gibt viele Tipps zum Kochen und zu Lebensmittelhandhabung sowie Aufbewahrung.

Während des Lesens wünschte ich mir, sie würde die Rezepte gleich dazugeben, es gibt ja ein seperates Rezeptebuch zum Thema, aber am Schluss hab ich s dann gesehen. Am Schluss des Buches gibt es noch viele Rezepte, wirklich einfache und teilweise wirklich Deppensichere. Sie erinnert uns an altbekannte aber schon wieder oft vergessene Leckerein (zB belegte Brote).

Also, wen das Thema interessiert, dieses Buch kann ich nur empfehlen.

Bei einem weiteren Buch, das ich gerade lese bin ich noch unschlüssig. Es ist nicht schlecht, also schon gut geschrieben aber es ist eben einfach nicht was ich erwartet hatte.
"Die kleine Aussteiger Fibel", so heißt es, von Andrè Meier.
Von A bis Z gibts sozusagen "Tipps" für Aussteiger. Aber ich finde, hier merkt man, dass ein Mann das Buch geschrieben hat. Soll nicht abwertend sein, aber man merkt es einfach. Es ist nicht so gefühlvoll wie "Landleben" von Hilal Sezgin.
Es ist sehr auf möchtegern-lustig geschrieben. Der Autor will unbedingt unterhalten und hat einen sehr ironischen, sarkastischen Ton. So wirklich tolle Tipps waren derweil noch nicht drin, ich bin aber erst bei "C". Ich hoffe, es wird noch besser. Wobei es ja grundsätzlich nicht schlecht ist - ich dachte ich erhalte hier wirklich Tipps für... keine Ahnung Grundstücksplanung, Garten, Tierhaltung, etc. Teilweise kommt das schon vor, aber der Ton ist so sarkastisch, dass ich teilweise dann unsicher bin, findet er das Landleben jetzt eigentlich gut oder nicht?

Mal sehen, ob ich das Buch wirklich zu Ende lese.
Die kleine Aussteiger Fibel. Landleben für Aussteiger von A bis Z. von Andrè Meier.


Sonntag, 1. April 2012

Erinnerungen

(C) Melanie Eichenauer, 2011.
Ein neuer Layoutheader - frischer Wind muss her.
Apropos frisch: heute früh war wieder alles weiß gezuckert. Aber gegen Mittag verflüchtigte sich das bißchen Schnee, der wie Staubzucker über einem Kaiserschmarrn gestreut, da lag.

Zu mittags gabs heute wieder Gesundes. Gemüsesuppe mit Karotten und Dinkelbuchstaben-Nudeln, sowie sowas Ähnlichem wie Fladenbrot. Hmm... das muss ich nochmal probieren, ich glaub, das glatte Mehl war nicht so geeignet.

Dann Biomüll gepackt, mich selbst eingepackt und raus mit Katze. In braver Hündchenmanier ist sie (ohne Leine oder sonstige Helferlein) wieder brav neben mir her, runter zum Teich. Der Wind bließ mir um die Kapuze meiner Winterjacke, die ich eigentlich schon fast wegräumen wollte. Aber es ist doch jedes Jahr so und deshalb halte ich diesen Tag fürs nächste Jahr als Erinnerung fest. Nach viel Sonnenschein und Wärme kommt immer noch eine Nachwehe an Schnee. Ist dieser geschmolzen gehts dann erst richtig los mit dem Frühling. Kleine Weisheit die ich in den fast sechs Jahren hier oben schon gelernt habe.

Katze schnupperte zum Teich, steckte ihren Kopf in den Strauch mit den noch vertrockneten Blättern vom Herbst-Winter. Irgendwas schien sie zu riechen. Vielleicht die Markierung eines Katers. Wie ein Erdmänchen saß sie sozusagen da. Sah wiedermal sehr witzig aus und ich keine Kamera dabei. Schande über mich. War auch deshalb schade weil ein paar Schritte später ich Himmelschlüsserl entdeckt hatte. Diese gelben, wunderbaren Blümchen. Anscheinend werden sie auch Wiesen-Primel oder nur Schlüsselblume genannt. Ich nenne sie immer Himmelschlüsserl. Denn sogleich erinnerte ich mich an damals.

Mit meiner Oma und Mama gings früher im Frühling immer auf den kleinen Berg hinterm Haus wo wir wohnten. Wir wohnten zwar in der Stadt, das Wohnhaus lag aber eher außerhalb und gleich angrenzend zu einem, wie gesagt, kleinem Berg mit Wiesen und Feldern.
Vom Hof gings in eine Siedlung, danach bergauf zur Wiese mit Obstbäumen und einem Bauernhof. Saftiges Grün dekoriert mit vielen, vielen gelben Punkten. So sah es aus. Zu dritt wateten wir durchs teilweise hohe Gras. Jede pflückte einen Strauß, der dann Zuhause in eine Glasvase kam. War dies geschehen, wußte mein Kinderherz, Ostern war nicht mehr weit.

Samstag, 31. März 2012

Ei, Ei, Ei

Noch eine Woche auf Ostern - dann gehts wieder los mit der Vielfresserei.
Klingt etwas frustiert? Ja, das bin ich auch. Weil ich jetzt schon weiß, dass bei den großen Familienfeiern wieder Diskussionen aufkommen werden, wenn ich mich weigere etwas zu essen.

Warum immer diese großen Mengen an Essen?
Warum? Warum? Es geht doch um das zusammen sein - wenn man vom religiösen Hintergrund mal absieht, der ja der eigentliche Hauptgrund sein sollte aber irgendwie nie zur Sprache kommt. Da beginnt ja schon die ganze Heuchlerei.
Warum muss dann so ein rießen Wirbel ums Essen gemacht werden? Mittags: Vorspeise, großzügige Hauptspeise (natürlich von allem viel zu viel) und danach noch Nachspeise (obwohl einem da schon das Essen bis zum Hals wieder nach oben steht) und zu guter letzt natürlich abends die Jause.
Zum ich weiß nicht wievielten Male nehme ich mir vor dieser Lebensmittelverschwendung zu trotzen. Ja, es ist eine Verschwendung wenn man satt ist und trotzdem isst. Dieses mal schaffe ich es.

Seit dem letzten Jahr bin ich wieder um einiges schlauer geworden. Vor kurzem hab ich bereits das Buch "Landleben" vorgestellt. Es ist ein Tatsachen- bzw. Erfahrungsbericht von einer Städterin die aufs Land zieht. Aber es geht um viel mehr. Durch dieses Buch lernt man auch einiges über Lebensmittel, deren Verwendung und Entstehung. Ich habe zwar immer darauf geachtet Bio-Eier aus Freilandhaltung zu kaufen, aber nie habe ich den Konsum an sich in Frage gestellt.

Die Autorin bringt einem zum Nachdenken. Wenn ich es jetzt richtig im Gedächtnis habe ist sie Veganerin - und ich muss zugeben, diese Lebensart habe ich nie wirklich verstanden. Jetzt ist mir das um einiges klarer. Es geht nicht nur um die Artgerechte Haltung des Tieres, sondern auch um die Ausbeutung die beim Verzehr tierischer Produkte wie Ei, Milch, etc. stattfindet. Wieviel Milch es auf der Welt eigentlich braucht für die ganzen Käsen, Joghurts, Topfen, etc. Und eine Kuh gibt ja eigentlich nur Milch für ihre Kälber - davon erhalten die Kälber aber meist nichts.
Wieviele Kühe braucht es für diese Massen an Verzehr weltweit? Wieviele Acker und Felder müßte es dafür geben? Einerseits damit die Kühe ihr Leben darauf verbringen können andereseits für den Futteranbau. Wahnsinn, wenn man sich das mal vor Augen führt.

Das selbe ist es mit Eiern. Wir essen Eier ja nicht nur in ihrer ursprünglichen Form, sie werden überall verwendet, für Nudeln, Mehlspeisen, etc. Weltweit - wieviele Hühner muss es dafür geben? Wo sollen die alle leben? Es gibt zwar Richtlinien für Biohaltung, die sicher gerechter ist als Konventionelle aber ist sie wirklich artgerecht? Hühner leben eigentlich von Natur aus in Kleingruppen. Bei biologischer Haltung dürfen es maximal 140 Hühner pro Hektar sein (230 konventionell). Nun, ist 140 eine Kleingruppe?
Aus dem Buch "Landleben":
"(...) obwohl Bio, sind sie so stark auf Legeleistung gezüchtet, dass die männlichen Küken am Tag des Schlüpfens <entsorgt> werden müssen. Einmal im Jahr werden sie zum Schlachter gefahren, kopfüber in Elektrobäder, die nicht immer volle Wirkung zeigen, betäubt und dann auf Fließbändern weiter zum Schlachten gefahren. Doch bis dahin geht es immerhin halbwegs gut."

Was lernt man eigentlich heutzutage in der Schule? Anscheinend nichts über die sogenannten "Nutztiere", was ihre ursprüngliche Lebensart betrifft, die Herkunft unserer Lebensmittel, nichts. Sonst würde ich nicht alles erst JETZT lernen. Ich wußte nicht, dass Hühner eigentlich im Wald lebten. Ich schäme mich dafür, weil so grundliegende Dinge sollte man lernen. Das sollten auch unsere Kinder. Vielleicht heißt es wieder "für diese Grausamkeiten die in der konventionellen Landwirtschaft herschen sind sie zu jung" - Blödsinn. Keiner findet diese sogenannten Horrorgeschichten schön, das hätte ich nicht als Kind und tue ich auch nicht als Erwachsener und hätte ich damals als Kind früher bescheid gewusst, wäre jetzt schon alles viel eingespielter, müßte ich mir nicht erst jetzt so viel beibringen. Aber ich tue es gerne, soll jetzt nicht klingen als wäre mir das lästig. Ich finde, es sollte einfach zur Erziehung gehören.

In ihrem Buch "Landleben" schreibt Hilal Sezgin weiters:
"In der Nähe des Dorfes gibt es eine Hühnerfarm mit knapp 10 000 Legehennen, die in biologischer Freilandhaltung Eier produzieren. (...) Einige Jahre zuvor hatte ich für einen Zeitungsartikel die Produktion von Hühnern und Eiern recherchiert, das hatte mir genügt. Weil heutige Hühner so stark auf eine bestimme Leistung - die Produktion von Eiern oder Fleisch - gezüchtet sind, sind die männlichen Küken überflüssig und werden noch am Tag des Schlüpfens aussortiert, begast und durch einen Schredder gedreht. Ein Vegetarier sollte das mitbedenken, wenn er Eier isst."

Wären wir beim Thema Vegetarier. Ein Thema das mir Kopfzerbrechen bereitet. Ich liebe Schnitzel. Ganz dünn, fein paniert mit Preiselbeeren. Lecker. Aber immer öfter habe ich schon während des Essens ein schlechtes Gewissen. Bis jetzt wusste ich nie woher das Fleisch kommt. Wie heuchlerisch ist es also von mir so auf die Rechte der Tiere und den Wert von biologischem Essen, sowie umweltbewussten Lebens zu pochen?
Hier muss ich ehrlicherweise gleich anmerken, dass ich hier tippe während wir uns in der "Earth Hour" der Stunde als Zeichen für mehr Umweltbewusstsein befinden und sämtliche Stromgeräte für eine Stunde abdrehen (sollten). Schande über mich, aber man weiß eben nie wann die Kreativiät zuschlägt - dafür sitze ich hier im Dunklen. Ein kleiner Trost? Ein kleiner Beitrag. Ein zumindest kleines Zeichen.

Zurück zu den Eiern.
"Innerhalb weniger als einer Menschenlebenspanne hatte sich etwas, das wie ein natürlichhes menschliches Verhalten wirkte, in eine barbarische Industrie verkehrt.
Unser Fleisch-, Milch- und Eierkonsum entspricht nicht mehr dem eines Steinzeitmenschen oder des Nomaden in einer asiatischen Steppe oder einer mittelalterlichen Bäuerin oder nahöstlicher Ziegenhirten, die sich ein wenig von dem nahmen, was die Tiere gaben und was sie selbst benötigten. Heute nehmen wir ihnen alles." schreibt Hilal weiter.
Eier sind Luxus, aber werden immer verschwenderischer eingesetzt. In vielen Rezepten ist die Rede vom Dotter oder dem Eiklar das gebraucht wird - was macht man mit dem Rest? Davon steht nie was drin. Oder, dass es für das bestreichen von Backwaren hergenommen wird um das Produkt schön glänzend zu machen, das wird das Auge wohl verkraften oder?
"Viele Menschen halten das tägliche Frühstücksei, die Milch und die Hühnerbrust für selbstverständlich - wohingegen sie tatsächlich, wenn man an all die dafür verbrauchten Ressourcen denkt, Luxus sind."

Man möge mich jetzt bitte nicht falsch verstehen, ich möchte keine Finger-zeig-Aktion starten, denn ich selbst muss noch viel dazulernen aber vielleicht sind ja solche Blogposts hilfreiche Denkanstöße oder sie geben vielleicht erst Anlass mal darüber nachzudenken. Sich zu informieren.

Vielleicht denkt an Ostern dann noch jemand an die Hühner die das Ei gelegt haben.

Hilal Sezgin - Landleben. Von einer, die raus zog.
Dumont Verlag.
Vielleicht ein etwas anderes Ostergeschenk? :-)
  

Freitag, 30. März 2012

Neues von Gudrun

Es gibt wieder einen neuen Katalog von Gudrun Sjöden, dieses mal die Sommerkollektion 2012.


Ich muss ja gestehen, ich hab mir noch nie was gekauft - ich hatte zwar mal was bestellt, eine Hose, aber die war dann schon ausverkauft. Jetzt, da sie für österreichische Kunden die Versandkosten gesenkt haben, ist es wieder eine Überlegung wert. Manche Sachen gefallen mir gar nicht, weil sie zu "Sack" mäßig ausschauen, manches dafür schaut ganz interessant aus und ist sicher für den Sommer eine bequeme Kleidung.

Hat jemand mit dem Label Erfahrung?