Dienstag, 27. Dezember 2011

Road to no-where

Abendsonne beleuchtet Laub auf der Straße.



(C) Melanie Eichenauer, 2011.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Wieder ein Foto

Ach... ich hätte eigentlich viele andere Fotos (jetzt nicht Hochzeitsbezogen) die ich herzeigen könnte, aber ich bin noch nicht mal dazu gekommen, dass ich sie von der Karte runterlade.
Ich hab ja jetzt eine wunderschöne ganz alte Singer-Nähmaschine (noch ohne Strom betrieben) inkl. Tischchen, da hab ich mich schon an ersten Werken dran versucht und bin begeistert. Sogar die neuen Nadeln passen da, die ist ja von 19...hundertirgendwann.

Dafür hab ich ein anderes Foto. Ein profi-Foto von uns als Hochzeitspaar... und unser Album wird einfach traumhaft, so was haben viele mit Sicherheit noch nicht gesehen, trau ich mir zu behaupten ;-)

(C) www.brigittecorn.at



Einen schönen Sonntag!

Mittwoch, 28. September 2011

Unsere Hochzeit

Melanie & Michael
24. September 2011
Steinbach am Attersee - Feldbauernhof

FREITAG:
Früh morgens hab ich mich mit meiner Trauzeugin im städtischen Einkaufszentrum getroffen. Wir haben uns noch ein paar kleine Toilette-Artikel besorgt und ich hatte noch gar keine Hochzeitsunterwäsche (ich bin nämlich der Meinung H&M reicht völlig). Gemütlich haben wir dann auch noch gefrühstückt danach gings retour nachhause wo schon die Mama, Tante, Schwester und Großeltern bei meinem Schatz waren und uns geholfen haben die restlichen Sachen für den Attersee einzupacken. Da brauchten wir einfach mehrere Autos ;-)
Michael war schon ziemlich nervös und ich die ruhe Selbst - normalerweise ist das eher umgekehrt.
Mit einer Stunde Verspätung sind dann auch wir losgefahren, die Trauzeugin im Gepäck, gings los Richtung See.
Nach einer Stunde Fahrt sind wir fast alle gleichzeitig angekommen und ab da gings los mit dem Aufbau.
Wir haben fast alles selber gemacht. Die Tische gestellt, Lichterketten und Lampions aufgehängt, Servietten gefaltet, etc etc etc.
Es war echt anstrengend aber unsere Leute waren eine super Hilfe. Vor allem die Oma hat so super die Hussen auf die Sesseln gegeben, das wär keine Arbeit für mich gewesen ;)

So gegen 20.00 Uhr bezogen wir dann endlich uns Zimmer in der Pension – wo ich gleich mal feststellte, dass ich bereits Blasen an den Zehen hatte. Ein weiterer Schreck brachte uns durcheinander, wir hatten in den letzten Tagen vergessen unseren Musiker anzurufen und nachzufragen, ob eh alles klar ist und so – wir konnten ihn dann aber nicht erreichen, nur eine Mobilbox die sagte, er wäre krank. So, da ist uns mal das Herz in die Hose gerutscht. Aber Gott sei Dank nach ca. 30 Minuten bangen hat auch er zurückgerufen und es war alles in Ordnung.
Mit ruhigem Gewissen konnten wir also mit unserer Runde gemütlich Essen gehen. Das war ein lustiger und gemütlicher Abschluss eines anstrengenden aber schönen Tages.
Später dann ist auch meine Chefin und somit unsere Fotografin eingetroffen. Wir haben uns mit ihr dann noch am Zimmer getroffen und den nächsten Tag besprochen. Bis zwei der Jungs uns „störten“ und etwas angeheitert sich dazugesellten. Und wenn die Jungs mal zusammen sind, da wird’s schon mal laut, da war an Besprechung nicht mehr wirklich zu denken. Der Trauzeuge, Thomas, war ja schon als Fotografen-Assistent eingeteilt hinzu kam dann noch Michael, „Kopfi“, der den Auftrag hatte uns ein kleines Boot zu organisieren, wovon er mal so gar nicht begeistert war. Und ich sah dem Fotoshooting eher mit Schrecken entgegen – ich war mir sicher, dass es im Chaos enden würde mit der stürmischen Truppe.
Die letzte Nacht war dann furchtbar – war ich anfangs noch total müde, als ich später im Bett lag war ich wieder putzmunter und an Schlaf war nicht zu denken. Ich bin immer nur kurz eingenickt, aber gleich wieder aufgewacht. Erst gegen 5 Uhr früh bin ich richtig eingeschlafen – alle Beruhigungstropfen haben nichts genutzt. Ich war schon sehr aufgeregt und unfreiwillig hat sich der bevorstehende Tag in meinem Kopf abgespielt.


SAMSTAG:
Bevor der Wecker läutete bin ich schon munter gewesen, überall hat man auch aus den anderen Zimmern schon Laute gehört. Etwas verschlafen schleppten wir uns zum Frühstück, wo schon ein paar waren. Das war dann doch ein gemütlicher Start in den Tag. Kurz vor 8 kam dann auch meine Visagistin an. Während sie mich schminkte und frisierte wurde ich schon fleißig fotografiert. Michael hat sich beim Trauzeugen fertig gemacht.
Ich hab dann noch Christine, meine Trauzeugin gebeten, eine Brautjungfer anzurufen, dass sie mir Blasenpflaster besorgt. Die war gerade am Weg zu uns und hat rumgekreischt, dass ich Christine nur hörte „Hör auf zu schreien“. Das war schon lustig. Die anderen waren alle so hippelig und nervös und ich irgendwie die Ruhe selbst – vermutlich war das einfach der fehlende Schlaf ;-) Nein, eher die Freude und Erlösung, dass der große Tag endlich, endlich da war.
Michael und seine zwei Jungs haben dann meinen Strauß geholt und wurden draußen platziert um auf mich zu warten. So haben wir dann das erste Aufeinandertreffen schön inszeniert. Als ich die Treppen vor der Pension hinunter schritt konnte ich Michi nicht gleich sehen – aber dann, da stand er und dahinter die zwei Jungs. Alle mit offenem Mund. Michi hat dann nur mal ein „Wow“ rausbekommen. Die Jungs waren noch immer sprachlos und regungslos. Das war einfach so süß. Wir haben dann ein bissl rumgescherzt und dann war die Stimmung wieder locker.
Ab da haben sich die Jungs so rührend um mich gekümmert, alle meine Bedenken waren in Luft aufgelöst. Die waren so brav, haben mich fast auf Händen getragen, ich war einfach nur geschmeichelt. Dann gings zum Shooting, es war zwar schon 10 Uhr aber noch sehr nebelig, trotzdem haben wir schon was am Wasser gemacht. Da hatten wir gleich ein paar lustige Erlebnisse mit Schwänen und Tauchern. Schlussendlich kam dann aber auch die Sonne raus und es wurde ein strahlend schöner, schon fast kitschiger, Tag. Genau wie wir ihn brauchten.
Nach dem Shooting gings für mich zurück zur Pension, Michi fuhr schon rauf zum Hof um die Gäste beim Eintreffen  zu begrüßen. Am Parkplatz angekommen warteten schon ein paar unserer engsten Freunde und mein Papa. Die alle völlig hin und weg waren. Mein Kommentar als ich ausgestiegen war nur „So, da bin ich.“ Und alle haben gelacht. Natürlich musste ich gleich mal meine ungewöhnlichen Brautschuhe (Stiefel) herzeigen. Ich hab mich dann noch schnell ein bißchen frisch gemacht und war froh, dass ich mir vom Frühstück eine Semmel mit aufs Zimmer genommen hatte, denn ich hatte einen riesigen Hunger.
Ein sehr enger Freund von uns hat mich dann im Cabrio chauffiert und auf den Hof gebracht. Dort waren schon die meiste Gäste. Alle waren total begeistert von der Location, von unseren Outfits, es war einfach total gemütlich mit allen schon mal eine Kleinigkeit zu trinken und zu quatschen.
Um 14 Uhr wars dann soweit. Die Brautjungfer die zuvor schon am Telefon gekreischt hatte, konnte bereits ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Das war echt süß. Wir nahmen also Aufstellung. Die Trauzeugen, Brautjungfern und Grooms und dann Michael. Zum Schluss kamen dann ich und mein Papa, der mich vorne gar nicht loslassen wollte, was für einige Lacher gesorgt hatte. Unser Einzugslied war „Wonderwall“ von Oasis. (Übrigends war unser Sänger einen Tag zuvor im Fernsehen bei „die große Chance“. Wir hatten ihn damals auf der Landstraße in Linz entdeckt und fast vom Fleck weg engagiert).
Die Trauung war einfach wunderschön, persönlich und locker. Wir wollten stehen und nicht sitzen, wie es sonst üblich ist, was total gut ankam. Wir sind nebeneinander gestanden aber halb seitlich, so konnte man ein bißchen was von uns sehen. Unsere Freunde haben dann wunderschön ein paar persönliche Worte gesprochen, teils aus dem Bauch heraus. Es war einfach nur perfekt und so total wir. Als zweites Lied hatten wir „Himmelblau“ von den Ärzten, dann „Chasing Cars“ beim Ringwechsel und „500 Miles“ von den Proclaimers am Ende. Da haben dann alle mit geklatscht und gesungen. Beim Auszug gingen wir durch ein Seifenblasenmeer, einfach traumhaft und fast nicht mehr realisierbar.
Danach gabs Agape und natürlich Glückwünsche und Geschenke. Michis Schwester hatte auch noch einen Luftballonstart für uns organisiert. Witzig war, dass sich die Luftballons in der Luft zusammenschlossen und gemeinsam Richtung Berge zogen. Das Helium hat natürlich auch für ein paar Lacher gesorgt.
Anschließend haben wir Gruppenfotos gemacht, etwas entfernt von der ganzen Meute. Das war ebenfalls so lustig. Wir sind alle gesprungen, sogar der Opa. Das Foto ist einfach Hammer. Die Stimmung war so locker und lässig, viele haben uns da schon gesagt, dass es die schönste und gemütlichste Hochzeit war auf der sie je waren. Michi wurde von seinen Jungs mit einer Zigarre überrascht, da entstanden auch geniale Fotos wie die Jungs fesch in ihren Anzügen rauchten. Zum schmachten.
Die Gäste konnten sie währenddessen beschäftigen. Bei der Location selbst gab es eine 8er-Wippe, Schaukeln, einen Hängemattenpavillion und wir hatten auch noch etwas vorbereitet: private Fotos von uns (auch Kinderfotos), ein Gästebuch wofür man sich entweder mit Bilderrahmen oder Tafel fotografieren lassen konnte, eine Länderkarte für Flittertipps, Cricket Spiel, etc.
Gegen 17 Uhr gings dann in den Stadl zum Essen. Mit einer weiteren „aus dem Bauch heraus“-Rede haben wir das Buffet eröffnet und danach haben wir noch ein paar Fotos beim Sonnenuntergang gemacht.
Unser Brauttanz war auch improvisiert, wir hatten keine einzige Tanzstunde und haben halt einfach nach Gefühl – weils wurscht ist ;-)
Danach haben wir die Torte angeschnitten, die leider nicht so ausgesehen hat wie wir besprochen hatten. Die war irgendwie grün-ähnlich, obwohl weiß vereinbart war. Das war etwas seltsam. Aber geschmeckt hat sie zumindest, die war schnell weg.
Wir haben mit vielen gequatscht, gelacht und einfach wirklich eine geniale Feier erlebt. Selbst die Kinder waren ein Wahnsinn, so brav, haben miteinander gespielt, nichts kaputt gemacht, haben für uns Zeichnungen gemacht, die Location-Vermieter und das Catering haben unsere ganze Gesellschaft in höchsten Tönen gelobt, als eine der nettesten und zivilisiertesten. Das hat uns natürlich noch stolzer gemacht.
Brigitte, unsere Fotografin, hat uns dann mit einer Diashow der Fotos überrascht. Da war ich so hin und weg, dass ich vor Freude nur so geheult habe. Durch die Bank meinten die Leute „das ist eine Künstlerin“ und das ist sie wirklich.
Wie es sich gehört, waren wir die letzten die gegangen sind und um ziemlich genau 3 Uhr morgens sind wir ins Bett gefallen.
Auch wenn es kitschig ist und man sagt, es wäre der schönste Tag im Leben, es war weit mehr als das. Es war der berührenste, intensivste, wundervollste Tag. Er war genau so wie wir ihn wollten. Gemütlich, locker, lustig, der Tag war einfach wie wir. Die Hochzeit war authentisch. Das größte Kompliment war wohl, als ein Gast, der ebenfalls verheiratet ist, zu mir kam und sagte „Ihr zwei machts das heiraten wieder modern.“
So… hier nun aber ein paar Fotos, die meine Brautjungfer Manuela und mein Papa gemacht haben… DANKE! (Die anderen folgen dann…)

Der strahlende Bräutigam.

Mein Strauß.

Vor der Pension, kurz bevor es auf den Hof ging.


vom Bräutigam selbstgemachte Schilder

während der Trauung.




Unsere Dienstleister im Überblick:
Location: www.feldbauernhof.at
Catering: http://www.diekochwerkstatt.com/
Fotografie: www.brigittecorn.at
Kleid und Anzug: Steinecker
Brauttasche: LilleTing
Blumenkranz: Miss Cherry Blossom
Musik Trauung: www.jackthebush.com
Musik Fest: DJ Köthe Fred
Visagistin: Sandra List – SL Make up

Sonntag, 18. September 2011

Countdown

... so, jetzt gehts dahin.
Nicht mal mehr eine Woche bis zur Hochzeit.

Gestern haben wir eine kleine Weinverkostung gemacht - natürlich mehr zum Spaß. Michis Opa spendiert ja den Wein und hat uns schon mal drei verschiedene Flaschen mitgegeben zum kosten. Aber da er ja mehr als nur 3 verschiedene Sorten (nämlich sogar mehr als 10) mit nimmt, war das nicht zum Aussuchen, sondern ... ja... nur zum Spaß ;-)
Und den hatten wir. Mit 2 sehr guten Freunden von uns haben wir dann die drei Flaschen geleert. Währenddessen eine Runde TabuXXL (mit KnotenKnut - der ist ja so lustig) gespielt. Ich hab wieder so lachen müssen, dass mir alles wehtat und auch heute schmerzen meine Bäckchen noch etwas ;-)

Ein paar Kleinigkeiten gehören noch erledigt - wie ein paar Sachen zum Drucken zu bringen, aber größtenteils sind wir schon am einpacken.

Wenn ich jetzt so diese Vorbereitungszeit reflektiere war dieses Organsieren und Herstellen von Drucksachen, Deko oÄ ganz nett und schön - einzig wenn mal was nervte - das hatte immer mit Leuten zu tun. Da gabs manchmal schon kuriose Vorfälle... aber was war das war. Jetzt wird dann einfach gefeiert und dann werden auch die sehen - alles halb so wild :-)
Und wenn man halt nicht 0815 will, ist es immer etwas schwieriger, aber alles ist machbar, man braucht nur Geduld und Durchhaltevermögen.

Tja, ich schätze, beim nächsten Post gibts dann die ersten Fotos... wünsch euch eine schöne Woche und bis bald!

Melanie

Montag, 29. August 2011

3-Korn-Puffer schnell und lecka


Hui schon wieder ein Rezept :)
Hab mich gefreut, dass die Heidelbeerknödel so gut bei euch angekommen sind - aber ich bin mir sicher, die kann man mit allen anderen Beeren genauso machen.
Schreibts mir wie sie euch geschmeckt haben :)

Heute gibts mal ein schnelles Bio-Rezept. Auf dem Foto links kann man auch hoffentlich erkennen welche Produkte ich gewählt habe - aber im Endeffekt ist es egal. So gesunde "Puffer" oder "Laiberl" (wie ma auf österreichisch sagen) Fertigmischung gibts sicher überall.

Ich hab verwendet: (alles BIO)
3-Korn-Puffer Fertigmischung von Bauck-Hof
Sonnenblumenöl von Ja!natürlich
Sauerrahm von den Hoflieferanten
Knoblauch
Gewürzmischung von Sonnentor
Sesam-Nuss Tofu

Die Puffer nach Anleitung zubereiten. Ich hab dann noch die "Schutzengel" Gewürzmischung von Sonnentor und 2 Knoblauchzehen beigemengt. Nach Anleitung ausbacken/braten. Sauerrahm dazu. Fertig - im Prinzip.
Als Beilage hab ich mir dann noch ein bißchen was vom Sesam-Nuss Tofu dazu. Den hab ich zuvor auch einfach in dem Rest des Öls gebraten.
War sehr sehr lecker.

Ach ja und einen Heidelbeeressig hab ich auch angesetzt, sobald der fertig ist gibt es das Rezept und den Link zu einer wirklich tollen Seite.

Eine schöne Woche!

Donnerstag, 25. August 2011

Heidelbeerknödel

(C) melanie eichenauer


Lecker waren sie - die Heidelbeerknödel. Ebenfalls schnell weg, genauso wie das Tomaten-Basilikum-Brot, nur hab ich es dieses mal geschaft ein Foto zu machen ;-)

Hier kommt das Rezept für ca. 12-16 Knödel:
(ich habe ausschließlich Bio-Produkte verwendet)
60g Butter
1 Zitrone
1 Ei
250g Topfen/Quark
150g Mehl
Heidelbeeren (laut Originalrezept 500g, ich denke man kommt aber mit der Hälfte auch locker aus)

Butter bei Zimmertemperatur stehen lassen, bis sie weich wird. Zitrone fein abreiben und zur Butter geben. Beides schön schaumig schlagen.
Ei, Topfen und Mehl unterrühren und zu einem glatten Teig verkneten. Diesen ca. 30 Minuten ruhen lassen.
Dann den Teig zu einer Rolle formen und in 12-16 Scheiben schneiden. Die Teigscheiben flachdrücken und mit Heidelbeeren belegen. Zu Knödeln formen und ins kochende Wasser gleiten lassen. Im simmernden Wasser ca. 10 Minuten gar ziehen bis sie an der Oberfläche schwimmen.
Man kann die Knödel dann zB mit Mohn oder Puderzucker bestreuen - mir sind am liebsten Butterbrösel.

Butterbrösel: Butter nach Bedarf in einer Pfanne erhitzen, Semmelbrösel mit Zucker dazugeben und bei ständigem rühren knusprig "anbraten" - Achtung Pfanne sollte nicht zu heiß sein, sonst brennen sie leicht an.


Rezept aus "LandIdee: Sommerküche - raffiniert und bodenständig: Obst-Rezepte vom Land"

Montag, 15. August 2011

Knuspriges Tomaten-Basilikum-Brot

(Leider hab ich vergessen ein Foto zu machen... *schäm*)

Zutaten:
Scheiben von Bio-Roggenbrot
Bio Tomaten
Bio Basilikum
Bio Butter
Salz
Parmesan

Brot mit Butter bestreichen und salzen. Basilikum klein hacken und auf dem Brot verteilen, darüber die Tomaten in Scheiben geschnitten legen. Mit Parmesam reichlich bestreuen.

Bei ca. 180 Grad ca. 10-15 Min kross backen.

Schmeckt südländisch lecker!

Freitag, 12. August 2011

NETs - ein geniales Netzwerk

www.netswerk.at




Heute möcht ich mal wieder was erzählen...

... und zwar von NETs - dem Netzwerk für nachhaltiges Leben.

Gehört, besser gesagt gelesen, habe ich von diesem Verein bzw. Netzwerk in der regionalen Zeitung unserer Stadt. Damals fand ich die Idee schon genial, Nachhaltigkeit, ein Thema das mich immer mehr interessiert und das uns alle betrifft.

Da ich die Zeitung aber leider selber nicht erhalte, sondern den Artikel nur bei meinen Eltern gelesen habe, geriet das Unternehmen wieder in Vergessenheit. Irgendwie erinnerte ich mich dann aber wieder und konnte Google sei Dank die Homepage ausfindig machen.

Aber alles der Reihe nach... worum gehts? Am besten erklärt es sich durch die Beschreibung von der Homepage von Nets:

"Durch jeden Einkauf können wir schädigend oder lebensförderlich wirken. Wir bemühen uns, die rundum guten Produkte zu finden und anzubieten. Wir führen keine Produkte, von denen uns bekannt ist, dass sie andere schädigen. Wenn man den Weizen von der Spreu trennt, bleibt nicht mehr sehr viel über. Noch ist es so, dass 8 von 10 Menschen in Österreich beim Lebensmitteleinkauf andere Menschen und unsere natürlichen Lebensgrundlagen schädigen. Beim Einkauf von Bekleidung schädigen gar 9 von 10 Menschen andere. Es ist Zeit, dass sich das Verhältnis umkehrt und es ganz normal ist, dass 9 von 10 Menschen mit ihrem Einkauf die Lebensqualität von anderen fördern und einen guten Umgang mit den Tieren, Pflanzen, Boden, Luft und Wasser finanzieren."

Im Grunde funktioniert es so:
Man kann Anfang der Woche bequem die Waren über den Online Shop bestellen und Ende der Woche abholen. (Oder auch liefern lassen)
Was mich begeister sind neben der Idee, den Produkte und dem Team auch die Preise. Bio-Produkte teilweise günstiger als in den gängigen Lebensmittelgeschäften und noch dazu ist der bezahlte Preis so viel mehr Wert.
Da zahlt man gerne jeden Euro.

Für mich war es schon oft ein Problem an Bio Produkte zu kommen... aus mehreren Gründen, ja sie sind teurer (nicht immer) aber man hat so viel mehr davon. Wer es mal ausprobiert hat, weiß wovon ich rede, es ist nicht nur der Geschmack, sondern auch die Sättigung. Meine Erfahrung ist zB bei einem "normalen" Joghurt hält das Sättigungsgefühl nicht lange ein, schnell will man mehr. Natürlich, die Großkonzerne wollen ja eigentlich nicht, dass wir satt werden, sondern eben, dass wir noch mehr wollen.

Ich interpretiere Nets auch so, dass man gezielter und bewusster einkauft. Dadurch, dass man schon am Wochenanfang wissen sollte was man dann Ende der Woche erhalten möchte, muss man sich viel mehr Gedanken machen.

Ein weiteres Problem für mich war, dass es zwar sehr wohl bereits überall Bio-Produkte gibt... ich mich aber trotzdem gefragt habe, warum muss ich diese Ware (zB Brot) von einem Hersteller aus Deutschland oder sonst wo in Österreich kaufen - es gibt ja auch direkt in meiner Nähe Anbieter. Durch dieses System kann ich nun wirklich regionale Produkte erwerben und zahlt man dafür nicht viel lieber Geld?
Warum Gemüse kaufen das durch lange Transporte zu uns nach Österreich gebracht wird? Gemüse wie Tomaten, Salat, etc. Diese gibt es ja auch bei uns. So hab ich begonnen auch selber Gemüse anzubauen. Meine liebe Nachbarin steht mir mit ihrem Wissen mit Rat und Tat zur Seite. Die eigens angebaute Tomate schmeckt einfach gaaaanz anders, nämlich viel besser. Noch dazu wenn sie noch etwas warm von der Sonne ist. Herrlich.
Wer diese Erfahrung gemacht hat, der will nichts anderes mehr.

Heute habe ich mir dann mein erstes Bio-Kisterl abgeholt. Ich habs endlich geschafft, den Online Shop auszuprobieren. Es war einfach eine wohltuende Erfahrung.
Schon der Weg dort hin ist besonders. Versteckt in einer Wohnsiedlung außerhalb vom Zentrum, eher unscheinbar. Nur ein kleines Schild, das ich fast übersehen hätte, zeigt einem an, dass man hier seine Lebensmittel abholen kann.
Das Gebäude ist eher ein Wohngebäude (ich glaub das ist es auch *g*) mit einem Innenhof in dem Kinder spielen. Unscheinbar liegt der kleine Verkaufs- bzw. Abholraum auf der Linken Hauswandseite.
Eine Ecke draußen, bei der ich dachte, dass dort private Gegenstände gelagert wurden, stellte sich als "Schenk-Ecke" heraus. Man liefert dort Dinge wie Bücher, Kleidung, etc.  die man nicht mehr braucht ab und kann sich, sollte man etwas brauchen, etwas nehmen. Es geht um das pure Geben (Schenken) und Nehmen.
Eine wunderbare Idee. So einfach. Gott sei Dank ist da jemand drauf gekommen ;-)

Vor Ort hab ich mir zusätzlich noch Birnen, Seife und Knabbergebäck gekauft. Und weiß oder ahnt man erst einmal wie die Großhändler zu den Waren kommen, welche Methoden (zB in Tierhaltung) da angewandt werden, der kann nicht mehr einfach so in einen der bekannten Supermärkte gehen.
Ständig fühlte ich mich dort erdrückt von dem Warenangebot. Wer braucht so viele verschieden Joghurts, Butter, Aufstriche, etc. Alles gefüllt bis zum Bersten, ein wahrer Warendruck. Erdrückend.
Noch erdrückender wenn man erahnt wieviel davon wieder weggeworfen wird...

Zeit zum Umdenken.

Damit wünsch ich ein schönes Wochenende...
liebe Grüße,
Melanie



Sonntag, 7. August 2011

Kurzer Bericht zwischendurch...

Im Moment geht es ein wenig drunter und drüber.
Die kurze Zeit für Erholung versuche ich so gut es geht zu genießen. So wie dieser wiedermal fast herbstliche Sonntag heute.

Das Täschchen von Tini ist bereits angekommen, aber ich hatte leider noch keine Zeit Fotos davon zu machen, auch meine Stiefel (die sooo genial sind) sind da - passen perfekt - aber noch keine Zeit sie abzulichten.

Morgen gehts zum finalen Anpassen von Brautkleid und Bräutigamanzug. Wenn ich ehrlich bin... ich wüßte mir was besseres zu tun... aber es muss halt sein.
Ich bin halt so eine eher untypische Braut und fühl mich oft fehl am Platz, das wird morgen sicher wieder lustig wenn ich mit meinen Cowboyboots zur Ankleide komme und dann sage "Oh doch, das sind meine Schuhe für die Hochzeit!"
Da werden wieder ein paar Träume aus Rüschchen und Plüsch lautstark zerplatzen.


Letzte Woche war großer Besprechungstag bei der Location - danach konnte ich von der Hochzeit ehrlich gesagt auch nichts mehr hören, so viele Entscheidungen die man ständig treffen muss... aber jetzt wirds dann etwas "ruhiger". Gott sei dank hab ich schon vieles vorbereitet, es fehlen nur noch die Abschlussarbeiten (Drucksorten drucken, etc.), ansonsten hoffe ich, dass wir soweit fertig sind.
Auch wenn das jetzt gestresst klingt, glaub ich, sind wir noch viel relaxter als so manch andere die ziemliche Panik haben, wie ich so mitbekommen hab... das find ich dann schon etwas schräg ;-)

Und manche scheinen ja zu denken "boah das wird ja das über drüber Ding" - ja klar, es wird was besonderes, weil es eben schon mal um eine besondere Sache geht und wir werden das nicht so klassisch abziehen, aber es wird auch vieles einfach locker und ungezwungen sein. Und genau das kommt im Vorfeld schon sehr gut an - auch bei Fremden. So ist zB meine Bastelanleitung für meine total einfachen "Freudentränen" sehr beliebt und ich wurde des öfteren darum gefragt.
Auch wenn die Idee an sich vielleicht schon abgedroschen ist, ich find den Grundgedanken eigentlich nett und man nimmt sich ja gerne ein paar Erinnerungen mit - sofern man sich nicht in das besagte Tuch geschneuzt hat ;-)


Und da diese Tücher ja auch gelegentlich für traurige Tränen verwendet werden, ist dies meine ungeschickte Überleitung zu folgendem...


Der Kater meiner Eltern, natürlich auch in geweisser Weise meiner... eigentlich bin ich da nicht so der Typ der alles im Blog postet, aber es wäre mir auch komisch vorgekommen es nicht zu tun. Drum hier das Bild aber ohne Kommentar.

Noch einen ruhigen Sonntagabend...

Sonntag, 24. Juli 2011

Ja ist denn schon Herbst?

(C) Melanie Eichenauer, 2011. Handzahmer Schmetterling.





Keine Sorge - mich gibt es noch, es ist alles gut ;-)

Warum ich so lange nicht gebloggt habe?
Hmmm... eigentlich blöd zu erklären, natürlich hatte ich einiges zu tun und so ist es noch, aber ich muss zugeben, ich hatte auch einfach darauf vergessen.

Was hat sich getan... wir sind in der Hochzeitsplanung mittlerweile schon sehr weit. Ein paar Details und Kleinigkeiten müssen noch erledigt werden, aber ich glaub, das schaffen wir schon locker.
Ein Fest für bissl über 100 Leute ist halt doch ein wenig aufwändiger ;-)

Ich habe auch in der Zwischenzeit ein paar geniale Bücher gelesen, unser Katze ist zur Meistermäusefängerin avanciert, ich habe einiges gebastelt, mit lieben Freunden eine Stammbar gefunden, wo wir uns in unregelmäßigen Abständen treffen, etc etc etc.

Hier übrigends Fotos von der lieben Tini von LilleTing, die für mich dieses tolle Brauttäschchen entworfen und genäht hat:

Ich bin einfach total hin und weg - es hat meine Vorstellungen bei weitem übertroffen und ich kann es gar nicht erwarten bis diese kleine Kostbarkeit endlich bei mir ist ;-)

So, und an diesem gemütlichen fast herbstlichen Sonntag werd ich mal wieder eine Bloggerrunde drehen und schauen was sich so getan hat. Aber es riecht schon irgendwie nach Herbst, oder? Wir waren eben lange draußen im Regen spazieren und das war herrlich, ich bin ja eher der Herbst- als Sommertyp.
Die Stimmung, das Licht, die Farben - und angenehme Temperaturen, genau meins ;-)

Einen schönen Sonntag,
Melanie

Montag, 9. Mai 2011

Philosophisches für eine neue Woche...


"Allen Veränderungen, selbst jenen, die wir ersehnt haben,
haftet etwas Melancholisches an,
denn wir lassen einen Teil von uns selbst zurück.
Wir müssen ein Leben sterben, ehe wir ein anderes beginnen können."

Anatole France (1844 - 1924)
 
  Es gibt eine Frau, die alles was man ihr schenkt aufbewahrt - was ja nichts Schlechtes wäre, aber es gibt auch Geschenke die wollen benutzt werden. Wie eine Sektflasche mit Gläsern, nett verpackt mit Stoffblumen und sonstigen Verzierungen. Die durchsichtige Folie ist jedoch schon mit einer dicken Staubschicht belegt.
Ich selbst ertappe mich auch immer wieder dabei, dass ich zögere sofort ein Geschenk zu verwenden, wie zB eine Lotion oder eine Kerze. Man möchte sich ja optisch weiter daran erfreuen - aber erfüllen diese Dinge damit ihren Sinn?
Wohl kaum.
Mittlerweile schaffe ich das aber ganz gut und so machen diese Dinge noch mehr Spaß und das Ganze stellt schon eine Aphorisma fürs Leben dar:
Wir sollten das Leben dafür verwenden wofür es gedacht ist, es auskosten, neue Dinge wagen und vielleicht sogar den ein oder anderen Fehler machen. Wie sollten wir es wirklich wissen, ob es ein Fehler ist, wenn wir es nicht versuchen? Und ist es dann überhaupt noch einer, wenn man einen Nutzen, nämlich das Wissen, daraus zieht?
Keine Veränderung bringt viel Staub mit sich, wir bleiben stehen und geraten so wohlmöglich in Vergessenheit. Oder wir vergessen worum es im Leben eigentlich geht.
Wir dürfen uns selbst nicht verstauben lassen.

Dienstag, 3. Mai 2011

Bezauberndes zum Schreiben




Schauen die nicht bezaubernd aus?

Hier seht ihr 4 Heftchen, 2 dünne und 2 davon dicker und gebunden. Es gibt von dieser Serie auch Ringblöcke, Miniblöcke, Schachteln und Verpackungen. Ich war total hin und weg als ich die entdeckt hab. Innen sind sie entweder karriert oder liniert - was ich ein bißchen schade finde, ein leeres naturfarbenes Blatt hätte besser gepasst, aber gut.
Gibt es aktuell bei Thalia.

Und ich möchte ganz kurz ein wunderschönes Spiel vorstellen:

DIXIT



Das Spiel hat zwar eine Altersempfehlung für Volksschüler, wir haben das aber beim letzten Spieleabend bei meiner lieben Freundin Christine gespielt und wir waren echt hin und weg. Das nenne ich mal ein tolles Spiel für Kinder - aber auch Erwachsene. Vermutlich wird es hauptsächlich für Kinder angepriesen, weil eben Erwachsene es schwerer haben fantasievoll zu sein und genau um das geht es.
Fantasie.
Es besteht aus über 80 wunderschön gestalteten Karten. Aufgabe ist es sich zu den Karten Geschichten einfallen zu lassen. Jeder erhält Karten und darf sie dem Mitspieler nicht zeigen. Dann denkt sich jemand eine Geschichte zu einer Karte aus und die anderen schauen, welche Karten da dazupassen würden, diese geben sie dem Erzähler verdeckt. Der mischt durch und legt sie dann offen auf. Dann tippen alle bis auf den Erzähler, welche Karte die Richtige sein könnte.
Es war echt total unterhaltsam und interessant. Im ersten Moment auch etwas schwierig, denn man muss echt kreativ sein.

Freitag, 29. April 2011

Auf zu neuen Ufern

www.aufzuneuenufern.at

Ich fühlte mich so,
als hätte ich jahrelang immer denselben Tag gelebt,
als wäre ich immer gleich aufgewacht,
als hätte ich immer dasselbe getan
und immer dieselben Träume gehabt...
(Paulo Coelho)

Reisen bedeutet in jedem Fall
-sich auszusetzen
-eine Art sich zu entkonditionieren und
- den Panzer der bequemen Gewohntheit abzulegen.
Nämlich dann erst fängt alles an:
WAHRNEHMUNG – ERFAHRUNG – VERÄNDERUNG
und das Reisen wird vielmehr als das blosse Aufsuchen von Sehenswürdigkeiten.
Nichts wird mehr selbstverständlich,
jeder Gang geht in eine Welt,
die neu ist,
wie der erste Tag in einem fremden Land.
(C. Niedergrottenthaler)

Heute berichte ich von einem tollen Erlebnis - dem Vortrag von Christina Niedergrottenthaler, "Auf zu neuen Ufern - 398 Tage alleine mit dem Rucksack auf Weltreise", eine Mulitmediapräsentation.

Ich hatte vor einer Woche zufällig in der Zeitung von dieser Veranstaltung gelesen. Nur ganz ein kleiner "Bericht" (vielleicht gerade mal drei Sätze) im Veranstaltungskalendar machten mich neugierig. Wo wir wieder beim Thema der "Anziehung" wären. Reisen interessiert mich im Moment sehr stark und irgendwie dreht sich unbewusst alles darum. Filme die ich sehe - Bücher die ich lese.

Heute kurz vorm Vortrag musste ich wieder für einen Moment gegen meinen inneren Schweinehund ankämpfen. "Ach, eigentlich bin ich ziemlich müde" - "Ich hab lange gearbeitet" - alle möglichen Ausreden schwirrten wieder rum. Mit der Einstellung, dass ich ja gehen könnte, falls es mir nicht gefallen würde, konnte ich mich selbst dann doch überreden. Und ich bin froh darüber - auch das Michael spontan mitkam.

Christina präsentiert in diesem ersten Teil ihrer Reise ihre Erfahrungen in Irland, Schottland und Indien - mit Hauptaugenmerk auf Indien. Auf einer großen Dialeinwand zeigt sie ihre Fotos untermalt mit toller Musik, dazu erzählt sie natürlich viele Anekdoten und Geschichten.

Kennt man alles schon? Ja, mag sein - aber Christina hat mich mehr überzeugt als sonst irgendein "Profi". Damit meine ich, dass ich vor ca. einem Jahr eine Diashow über Irland von einem Fotografen gesehen habe - die Bilder waren nett, ja sicher eigentlich ganz gut, aber für mich, da ich ja selber Fotografin bin, nichts besonderes und die Art des Vortrages war einfach nur langweilig. Ich konnte es gar nicht erwarten bis es endlich vorbei war - meiner Mutter zuliebe bin ich da nicht früher raus.
Christina macht es aber auf so erfrischende und lockere Weise, dass man ihr gerne zuhört. Wir haben viel gelacht und geträumt. Was ich einfach toll fand war, dass sie nicht ausschließlich Hochdeutsch gesprochen hat, sondern hauptsächlich Mundart. Wir sind Österreicher, warum untereinander plötzlich sich verstell. Auch waren ihre Sätze nicht vorher geschrieben und dann auswendig gesprochen - oder wenn, dann hat man es nicht gemerkt. Sie versprüht so viel positive Energie, dass man anfangs gar nicht weiß, wie man damit umgehen soll - da merkt man wieder, was man alles zu lernen hat.

Sie erzählt uns davon wie die Idee entstanden ist, wie sie das Ganze angegangen ist und wie die Reise schließlich verlaufen ist. Dazu gibt es eine gute Auswahl an Bildern. Sie ist sicher keine Profifotografin, aber ihre Bilder sind sehr gut, aber eben nicht perfekt. Wo wir wieder wären bei "Was ist schon perfekt?" - aber eben im Kontrast zu den Fotos des Reisefotografen, den ich zuvor gesehen hatte, der sich sicher mehr bemüht hat, konnten seine Bilder für mich emotionall nichts rüber bringen, ganz anders bei Christina. Die Fotos sind authentisch, ehrlich, man spürt etwas dabei - nicht perfekt ist eben manchmal interessanter. Ein Mensch, der alleine unterwegs ist, und nur für sich selbst mitdokumentiert, macht eben andere Bilder als ein Mensch, der dafür bezahlt wird, der vor hat, daraus eine große Reise-Diashow zu machen. Gefühle und Emotionen kann man nicht krampfhaft erzwingen, die müßen von selbst entstehen - dazu muss man einfach mal loslassen. Christina gibt uns das Gefühl wirklich mittendrin zu sein.

Auch gibt sie uns immer wieder Denkanstöße und regt uns an etwas nachzudenken.
So erzählt sie zum Beispiel:
Aus ihrer Heimat wurde sie vor und während ihrer Reise immer gefragt "Was machst du da so alleine? Was tut man da die ganze Zeit?"
Auf ihren Wegen traf sie auf viele andere Reisende, die haben sie auch immer ausgefragt, aber da waren die Fragen anders. Da ging es darum:
Wie heißt du? Woher bist du? Wie lange bist du unterwegs?
Es geht nicht darum was man macht, sondern wer man ist.

Der zweite Teil ihrer Präsentation folgt zwar erst im Herbst/Winter aber sie hat als Abschluss kurz noch über ihre letzte Station, New York, erzählt und von der Heimreise. Nach über einem Jahr unterwegs und der vielen erlebten Kulturen, erkannte sie wie schön wir es zuhause haben und dass sie stolz ist Österreicherin zu sein. Auch wenn sie sich erst wieder  an die Hektik daheim gewöhnen musste - sie hatte sich dann bewusst dafür entschieden nachhause zu kommen. Sie hatte sich bewusst dazu entschieden in Österreich, in diesem System zu leben.
Aber sie weiß, dass sie jederzeit aussteigen und wo anders leben könnte.

Steyr hat es leider versäumt diesen Vortrag gebührend anzukündigen, deshalb waren einige Plätze leer. Aber weniger ist eben oftmals mehr ;-) Soll heißen, es war angenehm und man konnte sich in Ruhe ein Platz aussuchen.

Christina macht noch ein paar Mal Station, mehr Infos gibts auf ihrer Homepage:





Dienstag, 26. April 2011

Hummeldumm, das Roman, ne






Klappentext:
9 Trottel mit albernen Sonnenhüten.
271 gar nicht mal so wild Tiere.
3877 Kilometer Schotterpiste im Minibus.
Und weit und breit kein Handynetz.


"Ich drückte meine Nase ans Busfenster und blickte hinaus ins weite Land. Die Namibier winkten uns und lachten. Klar lachten sie, sie waren ja frei. Wir nicht. Wir waren die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolonialzeit."

Nein, ich hab kein reines Bücherblog - aber im Moment bin ich so viel am Lesen und immer so tolle Bücher, da muss ich einfach a bissl drüber schreiben.

Hummeldumm ist mir ja schon öfter aufgefallen, nicht nur der Name, auch das Cover stechen aus der Masse hervor. Letztens hab ichs dann bei einem großen Büchereinkauf in der Buchhandlung meines Vertrauens mitgenommen. Ich brauchte ein paar lustige Bücher für meinen Paps, der Aufgrund einer Bandscheiben OP seit Wochen im Krankenstand war, und dringend eine Aufheiterung notwendig hatte. Tja... da er immer noch am ersten Buch "Mieses Karma" liest - und das seit nun 2 Monaten - hab ich mir mal Hummeldumm geschnappt. (drum wird Mieses Karma noch lange bei mir in der Warteschleife sein...)

Hauptfigur Matze ist mit seiner Freundin Sina auf einer Gruppenreise in Namibia. Was richtig spannendes erleben sie dort nicht, aber Matze, der vergessen hatte die wichtige Reservierungsgebühr für die neugekaufte Wohnung zu überweisen, hat ganz schönen Stress. Wie kommt man bitte im Nirgendwo an Internet, Handynetz oder überhaupt ein Telefon - so gut wie gar nicht. Aber gestehen will der Matze nicht, wie so viele Männer, deshalb wird er schon beim Start der Reise zu einen der Sonderlinge mit denen er die nächsten 2 Wochen verbringen muss. Der alte Seppelpeter mit seiner Videokamera, der schmierige Breitling und seine dumme Tussi Brenda, der Muskelprotz aber Langeweiler Kevin Schnabel, das schrullige und unlustige Wiener-Ehepaar Gruber, die tollpatschige Trixi aus der Schweiz und natürlich der Tourguide, ein waschechter Namibier... Bahee, ne. (Achtung Insider *g*)

Selten hab ich bei einem Buch so laut lachen müssen - was vor allem an den genial beschriebenen Dialogen lag. Ja, die Geschichte ist schon ein wenig vorhersehbar und es geht die ganze Zeit rein in den Bus, raus aus den Bus - aber das ist bei so einer Reise mal so. Besonders der Dialekt von Bahee wurde super getroffen, nur komisch, dass ich da eher Jorge von Germany's Next Topmodel vor mir sehe als einen Schwarzen.

Matze will Sina einfach nicht gestehen, dass er vergessen hat die Gebühr zu Überweisen, deshalb kommt es zu vielen Missverständnissen und Streiterein um Adapter und Handys (bei seinem ist natürlich der Akku leer). Die Reise selbst ist eigentlich gemütlich, die Vorkommnisse in der Gruppe dafür um so turbulenter.

"Unter den skeptischen Augen der frisch formierten Reisetruppe stapelte Bahee Taschen und Rucksäcke in den Kofferraum. Teilzeitrassist Max Breitling stand mit qualmender Kippe direkt daneben und beaufsichtigte das Ganze. "Sag mal, Chef, wie soll ich denn die Löwen sehen, wenn du die komplette Rückscheibe zustapelst!"
"Wenn da hinten ein Tier rumhupft, dann habt ihr doch vorne schon gesehen!" Augenzwinkernd packte Bahee meinen rosa Rucksack ganz obendrauf.
"Ich mach den mal an die Scheibe, ne, dann werde wir besser gesehen!" grinste er.
"Danke, sehr nett." (Kapitel 3)

Die Charaktere wirken so echt, so klischeehaft, aber so nachvollziehbar, man sieht sie direkt vor Augen und sie kommen einem teilweise sehr bekannt vor.

Interessant finde ich die mittelmäßige Bewertung bei Amazon - 3,5 Sterne von 5. Es scheint mal wieder ein Buch zu sein, das man liebt oder hasst. Ich fands vor allem lustig und unterhaltsam. Und trotz der skurilen und nervenaufreibenden Ereignisse, bekommt man doch Lust aufs Reisen, ne ;-)

Freitag, 22. April 2011

"Mein Leben, Meine Filme"

Was tut man, wenn man in eine wohlhabende Familie geboren wird, sogar im Krieg nie Hunger leiden musste, in der Welt herumgereist ist, Schwimm-Rekorde aufgestellt hat, und noch dazu intelligent und clever ist?
Man wird auch noch erfolgreicher Film-und Fernsehstar, zu einem der größten Kultphänomene und ist Mitbegründer eines neuen Filmgenres: den Hau-Drauf-Filmen.
Kurz, man ist: Bud Spencer.

Bud Spencer, brauch ich wohl niemanden vorstellen - hoffe ich. Zu seinen vielen Talenten und Erfolgen, darf er nun auch das Schreiben eines Bestsellers zählen. Denn Bud, oder in diesem Falle eigentlich Carlo Pedersoli, wie sein echter Name lautet, führt die Verkaufscharts von Amazon auf Platz 1 an und bereits die erste Auflage seiner Autobiografie ist vergriffen. Erst seit kurzem kann man diese wieder bestellen.

Ich war noch nie ein Fan von Biografien, hatte bis jetzt auch noch nie eine zu Ende gelesen. Sie waren einfach nie so persönlich, so "aus dem Bauch heraus" geschrieben. Viele Star-Geschichten beginnen ja mit einer schweren Kindheit oder mit einem Leben in Armut - wie die typischen Heldengeschichten eben beginnen, doch Bud bleibt ehrlich.

Er wuchs in einer wohlhabenden Familie auf, hüpfte von einer erfolgreichen Karriere zur nächsten, probierte vieles aus, bereiste viele Länder, und war eben auch Schwimm Olympiameister und stellte einige Rekorde auf. Von Anfang an erfährt man vieles aus seinem Leben, Hauptaugenmerk natürlich auf seine Filme. So kann man schon auch sagen, dass dieses Buch natürlich nur was für Fans ist, denn wer liest die Biografie von jemanden den er nicht mag? Ich glaube, das kommt eher selten vor.

Das Buch kommt einfach total locker rüber, was sicher auch an der tollen Übersetzung von Leo Schmidt liegt. Ich musste auch ein paar Mal so richtig herzhaft lachen, die Anekdoten sind einfach super. Man erfährt einiges an Hintergrundwissen zu den Filmen aber auch zu der Zeit als der Italo-Western groß raus kam.

Mit dem Italo-Western kam auch irgendwann der Spaghetti-Western. Aber alles hatte seine Zeit. Solche Filme wären heute einfach nicht mehr machbar. Alles wäre zu technisch perfekt, die Filme damals waren noch rauh und ehrlich. Aber wie schon damals alles ausgemerzt und ausgenutzt wurde, so ist es doch auch heute. Man denke nur an das neue Wir-verarschen-Teenie-Horrorfilme-Genre. Gibts von Scary Movie nicht schon fünf Teile?

Ich schweife ab - zurück zum Buch. Mir als Fan dient es nicht nur dazu, mehr über meinen Liebling zu erfahren, sondern es regt mich auch an über mein Leben nachzudenken. Was man von Bud lernen kann ist seine, wie er selbst sagt, "Scheiß drauf" Einstellung. Er macht die Dinge einfach, er grübelt und überlegt nicht lange. Er zweifelt nicht.
Mehrmals dachte ich mir während dem Lesen, 'Ich will auch nach Südamerika', 'Ich will auch hier und dort hinreisen' - ein Gedanken der mir in letzter Zeit immer vermehrter im Kopf rumspukt.

Man könnte auch meinen, Bud würde ein Loblied auf sich selbst (und Terence Hill) singen, was er vermutlich auch tut, aber das ist schon berechtigt. Natürlich übergeht er den Kinoflop "Die Troublemaker", aber er hat ja auch einen ganz anderen Bezug dazu. Wir wünschten uns alle einen neuen Bud/Terence Film aber die Zeit war einfach vorbei, für Bud ist es ein Familienwerk von Terence und dessen Sohn. Von daher konnte es ihm eher egal sein, wie gut der Film ankommt.
Aber er hängt schon sehr an seinem Publikum, er schreibt viel davon, und betont immer wieder, dass er ja eigentlich nie Schauspieler werden wollte und auch keiner ist, er spielt sich mehr oder weniger selber und nur alleine die Liebe des Publikums hielt sein Alter-Ego Bud Spencer am Leben. Fürs Publikum hatte er die Filme gemacht. Die Filme sollen uns unterhalten und zum lachen bringen und genau das hat er (mit Terence) erreicht.

Und genau so ist es mit seinem Buch, es ist Unterhaltung - aber in diesem Fall noch mehr. Es ist eine Hommage an das Leben. Bud hat sein Leben in vollen Zügen ausgekostet, er hat alles gemacht was er wollte, alles ausprobiert was ihn interessierte, sich nie darum geschert was andere sagen und er zeigt, dass man auch mit über 80 noch voll dabei sein kann.


Abschließend kann man daher nur sagen:

"Ich weiß, dass ich jetzt eigentlich zum Abschluss [...] den kommenden Generationen einen weisen Rat mit auf den Weg geben sollte, aber mir fällt nichts Besonderes ein, abgesehen von dem, was ihr schon wisst, aber was man ruhig noch mal betonen kann: Geht niemals gleich nach dem Essen baden und setzt keine Hunde aus! Alles Weitere überlasse ich euch, vorausgesetzt, ihr selbst übernehmt die Verantwortung dafür. Das Leben ist wie ein Film, dessen Anfang uns jemand erzählt hat, aber dessen Ende niemand kennt."

Bud Spencer - mein Leben, meine Filme - die Autobiographie

Dienstag, 19. April 2011

Into the Wild




Seit nun vermutlich schon mehreren Monaten lag dieser Film in unserem DVD-Regal herum. Ein weiterer Spontankauf - diesmal nicht von mir, sondern von Michael (sprich: Meikel *g*).
Gestern war es dann aber soweit, im TV wiedermal nur Ärzte die sich durch alle Betten schlafen und Urzeitmonster die plötzlich wieder ihr Unwesen in der Jetztzeit treiben. Nix für uns.
Und vielleicht liegt es auch an diesem Gesetz der Anziehung, dass es ausgerechnet jetzt so weit war, dass wir uns diesem Film ansahen. Oft hatten wir ihn dann schon in den Händen, aber es hatte einfach nie gepasst und wir entschieden uns für einen anderen.
Die letzten Tage, nun vielleicht schon Wochen, fallen mir immer mehr solcher Juwelen in die Hände, sei es ein Buch oder Film. Bücher und Filme die inspirieren, den Horizont erweitern. Ein paar davon hab ich ja bereits vorgestellt.

Nun war es aber wieder ein Film. Nach "der Duft von Lavendel" dachte ich, endlich wieder ein einfühlsamer und intelligenter Film, wie lange wird es wohl dauern, bis ich das wieder sagen könnte? Nicht lange. Gerade mal ein paar Tage.

Into the Wild handelt von Chris McCandless, später bekannt als Alexander Supertramp. Alex ist ein Aussteiger. Als er noch Chris war, kämpfte er mit seiner wohlhabenden aber unglücklichen und auch teils verlogengen Familie. Seine Schwester war sein einziger Rückhalt. Ich denke Chris hat sich sein Leben lang sozialen Themen gewidmet. Mit seinem altem Auto machte er vor Beginn des Studiums eine mehrwöchige Reise durch die USA kam aber rechtzeitig wieder zurück um sich seinem Abschluss zu widmen. Als er den in der Tasche hatte, wollten ihm seine Eltern ein neues Auto kaufen und was sagt Chris?
"Ich möchte nichts."
Irgendwann ist es dann soweit, er legt das Leben des Chris ab. Er  verabschiedet sich vom System in dem wir leben und dem Konsum der uns umgibt und unser Leben bestimmt.

Als Alex Supertramp reist er ohne Geld und ohne Ausweis durchs Land - mit einem Ziel: Alaska.
Was will er tun wenn er dort ist?
Einfach nur leben.
Ja, völlig ohne Geld, alle Ersparnisse spendete er Wohltätigen zwecken, seine sämtlichen Ausweise vernichtete er und sein geliebtes Auto, von welchem er zuvor die Kennzeichen entfernte, stellte er irgendwo in der Wüste ab. Chris wurde gelöscht, Alex war geboren.

Er schaffte es auch bis nach Alaska, auf seiner Reise begegnete er vielen interessanten Menschen, er war zwar ein Einzelgänger, aber er scheute die Menschen nicht. Er suchte auch manchmal ihre Nähe, aber er lies sich nicht von seinem Ziel ablenken. In Alaska angekommen lebte er seinen Traum - völlig alleine in der Wildnis. Aber war er darauf vorbereitet? Wurde er ein Teil der Wildnis?
Wie viele andere Blogbeiträge oder Kommentare zu diesem Film, möchte ich das Ende nicht verraten. Denn ich muss zugeben, es hat mich überrascht...

Sean Penn liefert hier ein wahres Meisterstück und das obwohl oder vielleicht gerade weil er nicht schauspielerte. Nicht falsch verstehen, ich habe ihn schon früher als Schauspieler sehr geschätzt, aber was er da abliefert ist einfach nur der Hammer. Dem geldgeilen Hollywood zum Trotz liefert er ein Film mit so viel Tiefgang ab, dass man, nachdem der Film zu ende ist, sich erstmal erholen muss.
Und vermutlich die Nase putzen, denn diese gewaltigen Bilder und genialen Schauspieler rühren einen schon zu der ein oder anderen Träne.

Sean Penn hat den Film an das gleichnamige Buch von Jon Krakauer basiert, und dieses widerum basiert auf einer wahren Geschichte. Sicherlich ist das nicht ein Film für jedermann, nicht jeder ist bereit sich einen Film der über 2 Stunden dauert anzusehen. Nicht jeder kann mit der Message umgehen und es geht auch gar nicht darum Alex` Einstellung nachzuvollziehen, man kann ja mal damit anfangen sich einfach zu Fragen, ginge das in unserem Land?

Das habe ich mich nämlich schon während dem Film gefragt und bin zur vorläufigen Antwort gekommen: Nein. Ohne Geld bei uns herumreisen, kurzzeitig wo jobben? Ich denke, da sind die Amis eindeutig offener. Aber ich finde die Idee total interessant und hatte während des Films auch oft das Bedürfnis, diese ganzen Karten zu zerschneiden, Mitgliedkarten, Kundenkarten, etc. bla bla. All diese Dinge bei denen man registriert ist und ja eigentlich dem Unternehmen nur für Auswertungen und gezielte Werbung dient. Ich will nicht schwarzmalen, aber wozu? Und wozu so viel besitzen? Wenn doch alles was man braucht in einen großen Rucksack passt. Aber vermutlich bin ich da heuchlerischer als Chris/Alex. Ich finde diese Lebensweise total interessant und würde sie gerne mal ausprobieren, aber vermutlich immer mit dem Gedanken "nur für eine begrenzte Zeit". Es genügt aber auch schon sich diese Frage zu stellen: Könnte ich ganz los lassen? Könnte ich diesen überall registrierten und teilsüberwachten, von Medien abhängigen Menschen hinter mir lassen?


Einfach nur leben?




Mittwoch, 13. April 2011

Ladies in Lavender


Der Duft von Lavendel
- Ladies in Lavender -

Diesmal kein Buch, sondern ein Film.

"Der Duft von Lavendel" basiert aber auf einer Kurzgeschichte. Ich kenne das Original nicht, aber diese Verfilmung kann ich nur jedem der ein Herz für poetische, gefühlvolle Filme hat empfehlen. Es ist ja immer so ein Ding mit Buchverfilmungen, meist werden diese dem Original nicht gerecht und wie gesagt, ich kann es hier nicht beurteilen, aber der Film strahlt so eine Ruhe aus, mit so viel Bedacht wird die Geschichte von den Schwestern und dem Gestrandeten erzählt. 

Judi Dench, als junggebliebene und etwas naive Ursula, Maggie Smith als etwas verbitterte Janet und Daniel Brühl als der talentierte Geiger Andrzej. Ich bewundere die beiden Damen ja schon länger, sie sind einfach beeindruckend, aber auch Daniel Brühl, finde ich, ist einer der besten jungen Schauspieler zur Zeit.

Man könnte den Film mit einem Wort beschreiben - wunderschön. Denn wunderschön trifft nicht nur auf die Landschaften in Cornwall zu, sondern auch auf die beiden Hauptdarstellerinnen. Die beiden sehen einfach so bezaubernd schön aus. 
Die Melancholie wird aber durch wunderbaren Humor aufgelockert. Zu verdanken ist das vor allem der genialen Darstellung der Haushaltshilfe Dorcas durch Miriam Margolyes. Die wunderschöne Natascha McElone als Olga versprüht pure Lebensfreude und hält den Film jung.

Aber worum gehts?

1936:
Die älteren Schwestern Ursula und Janet finden eines Morgens einen jungen Ausländer, der an ihren Strand gespült wurde. Sie nehmen ihn auf und pflegen ihn gesund. Andrzej, der wie sich herausstellt ein begabter Geiger ist, belebt das Haus der beiden Frauen und vor allem Ursula scheint sich zu ihm hingezogen zu fühlen. Er dürfte sie an eine junge Liebe erinnern. Irgendwann ist Andrzej gesund und freundet sich mit der Urlauberin Olga an, deren Bruder ein erfolgreicher und bekannter Musiker ist. Ursula und Janet fürchten um ihren liebgewonnen Gast...





Ich habe mich übrigends total in diesen freistehenden Balkon verliebt - sowas brauche ich auch für mein Haus. 

Und wie bin ich wieder zu diesem Film gekommen?

Vermutlich wie bei vielem was mir unterkommt - durch Zufall. Wobei, es gibt keine Zufälle, ich glaube, auch hier nicht. Amazon hatte ihn schon oft bei den Empfehlungen für mich, ich hatte ihn sogar schon im Warenkorb - keine Ahnung warum ich hin aber dann nicht gekauft habe. Auch auf meinem Wunschzettel hatte ich ihn, aber nie bekommen. Vor ein paar Tagen kam er mir dann wieder unter - im städtischen Einkaufszentrum in der DVD Abteilung, ich war nicht auf der Suche danach, aber diesmal gab ich endlich nach.

Ich kann jetzt schon sagen, dass dieser Film zu meinen absoluten Lieblingen ever gehört.


Dienstag, 12. April 2011

Liebe Isländer!


Liebe Isländer,
da habt ihr ja echt einen genialen Autor - Huldar Breidfjörd hat mich mit diesem Roman echt begeistert.

Wiedermal zufällig entdeckt, machte mich schon alleine der Titel neugierig. So simpel. So kurz. Ich bin mal so faul und gebe ich hier einfach den Klappentext an:

"Mitten im tiefsten Winter beschließt ein 25-jähriger Mann aus Reykjavík, seinem Leben eine neue Richtung zu geben: Weil ihm der monotone Alltag des coolen Lebens in der Hauptstadt über ist, und er es satthat, zwischen Arbeit, Bar und Spirituosengeschäft zu pendeln, kauft er sich einen alten Lappländer-Jeep und das nötige Überlebensequipment und macht sich auf eine zweimonatige Reise durch das eisklirrende Island. Er will seine Heimat und dessen Einwohner kennenlernen und zugleich mehr über sich selbst erfahren. Im Uhrzeigersinn begibt er sich auf seine Tour durch dieses an Wundern volle Land, die ihn an die entlegensten Orte führt und mitten hinein in die isländische Seele." 

Mir ging und geht es auch oft so wie Huldar. Der Alltag frisst einen auf und irgendwann will man einfach nur weg - aber wohin? Warum nicht mal echt was riskieren - und das eigene Land bereisen? Das dachte ich mir auch schon oft. Bevor man andere Kulturen kennenlernt, sollte man wohl vor allem mal seine eigene so richtig erleben.

Einerseits könnnte man sagen - es passiert jetzt nicht viel in diesem Roman, wobei, das wäre auch wieder falsch. Der reist schließlich durch ein Land, trifft auf unterschiedliche Menschen, hat vor allem mit den schlechten Straßenverhältnissen zu kämpfen und das völlig alleine - das ist viel Erfahrung für einen Menschen aber jemand der Action oder große Ereignisse sucht ist bei diesem Roman wohl falsch.
Aber für mich macht es gerade das so interessant. Ich liebe ja Bücher die Geschichten von Dorfbewohnern und einsamen Landschaft erzählen - und dafür ist es genau richtig.
Auch erkenne ich mich teilweise selbst in seinen Erlebnissen mit dem Auto im tiefsten Winter - ich habe ja auch mit manch interessanten Bergstraßen zu kämpfen, wobei die gegen Island wohl nur ein Klacks sein können... nee noch kleiner, ein Klacksi, Klackserl....

Viele Bücher warten gerade darauf von mir verschlungen zu werden, im Moment kommen mir einfach so viele interessante Stücke unter - deshalb wird sich hier auch mehr in diese Richtung tun. In der Sidebar rechts hab ich daher auch immer einen aktuellen Status was das Lesen betrifft integriert.

Für alle Norden-Fans kann ich dieses Buch nur wärmstens (und warm ist es in Island nun gar nicht) empfehlen.

Alles Liebe,

Sonntag, 3. April 2011

Ich wollte heute ein vierblättriges Kleeblatt pflücken..

... tat es aber dann doch nicht.

Was zum einen daran lag, dass es eigentlich gar keines war, sondern zwei Kleeblätter die sich ineinander verhangen hatten. Aber schon bevor ich das rausfand, stellte ich mir die Frage:
Was tue ich, wenn das wirklich eines ist?

Man blickt ja oft über die Wiesen in der Hoffnung mal Eines zu erblicken - zumindest ich tue das. Aber gefunden habe ich noch keines. Also saß ich da so in der Wiese und dachte, wenn es wirklich ein so besonderes Kleeblatt ist, dann kann ich es gar nicht pflücken.

Mir wurde klar, dass alleine die Freude eines gefunden zu haben viel bedeutsamer ist als es dann tatsächlich zu besitzen. So konnte ich mich immer daran erinnern, wo es stand,wie die untergehende Sonne das Grün der Blätter strahlen lies, und wie prickelnd dieser Augenblick war.
Wenn ich es besitzen würde - wäre dieser Zauber nicht mehr so besonders, denn dann würde ich das ausgerissene Ding ansehen, würde es trocken, vermutlich wo hinlegen, oder einrahmen, aber ich würde immer das tote, trockene Blatt sehen.

So entschloss ich mich, schon bevor ich die optische Täuschung bemerkte, dass ich mich für den Zauber des Moments entscheide. Nur weil man etwas besitzt heißt das nicht, dass man sich deshalb besser oder glücklicher fühlt. Es geht doch irgendwie darum was man erlebt und was man fühlt.

In diesem Sinne,
wünsche ich eine bezaubernde neue Woche <3


Alles Liebe,

Montag, 21. März 2011

Willkommen Frühling


Endlich ist er da!
Die ersten Blumen blühen, die Vögel zwitschern, die Luft riecht ganz anders.
Auch wenn die Temperaturen noch etwas frisch sind, so merkt man doch, der Frühling ist da.





Das sind übrigends meine zwei neuen Ketten, aus einem meiner Lieblingsshops bei Dawanda.


Einfach bezaubernd und richtig schön vintage ;-)
Mehr von der Künstlerin in ihrem Shop.

Einen schönen Frühlingsanfang!

Dienstag, 15. März 2011

Buchtipp: Dienstags bei Morrie

Inhalt laut Wikipedia:
"Mitch Albom ist ein erfolgreicher Sportjournalist und hat seine Collegejahre weit hinter sich gelassen, als er ein Fernsehinterview seines ehemaligen Soziologieprofessors und Mentors Morrie Schwartz sieht. Er erfährt dabei, dass Morrie an der tödlichen Krankheit ALS erkrankt ist. Als er erkennt, dass sein alter Freund nicht mehr lange zu leben hat, beschließt er, ihn zu besuchen. Er reist jeden Dienstag von Detroit nach Newton, bis Schwartz stirbt. Bei jedem Treffen lernt er Schwartz' einfache Lektionen für ein glückliches Leben, welche er für das Buch dokumentiert."

Ein wahrhaft traumhaftes Buch über das Leben und über die Magie positiven Denkens. Ich hab das Buch zufällig in der Buchhandlung meines Vertrauens entdeckt und musste es einfach kaufen. Das mach ich oft, vor allem bei CDs, ja, ich lasse mich da sehr von der äußerlichen Hülle, des Umschlages oder des CD Covers, beeinflussen. Aber was solls - es funktioniert. Fast immer.

Ich lese gerade noch an dem Buch, aber es gehört jetzt schon zu meinen Lieblingen. Was bei Coelho manchmal "erzwungen" wirkt, kommt von Morrie ganz natürlich rüber. Der alte Mann steckt trotz seiner schlimmen Krankheit voller Lebensfreude. Davon können wir uns alle ein oder zwei Scheibchen abschneiden.

Ganz interessant fand ich Morries Denkanstoß was Beerdigungen betrifft. Da er weiß, dass ihm seine bevorsteht, fände er es schade, dass diese erst nach seinem Tod abgehalten werden sollte - was hätte er denn davon? Er hätte gar nichts von einer schönen Zeremonie - also veranstaltete er eine lebende Beerdigung um all die schönen Anekdoten und Erzählungen zu hören.

Eben hab ich auch gelesen, dass es bereits eine Verfilmung - mit Jack Lemmon - gibt. Muss ich mir auch mal ansehen.

Hier noch Zitate:

"Die Kultur in der wir leben ist nicht dafür geeignet, daß die Menschen sich mit sich selbst wohl fühlen. Und man muß stark genug sein um zu sagen: Wenn die Kultur nicht funkioniert, dann paß dich ihr nicht an. schaff dir deine eigene."

"Mitch du hast mich gefragt, wieso mir Menschen am Herzen liegen, die ich noch nicht einmal kenne. Aber soll ich dir mal sagen, was das wichtigste ist, das ich aus dieser Krankheit lerne?" "Und das wäre?" "Das Wichtigste im Leben ist zu lernen, wie man Liebe gibt und wie man sie in sich selbst hereinläßt." Seine Stimme sank zu einem Flüstern. "Laß sie rein." 

Dienstag, 8. März 2011

Bilder & Gedanken zu gestern


Ich liebe das Glitzern des Sonnenlichtes auf dem Wasser. 
Wie die Strahlen auf jeder Welle tanzen.


Die schönste Musik in meinen Ohren, ist das Plätschern von Wasser.
Langsam rollt eine Welle nach der anderen an, geht kurz an Land und schwebt wieder hinaus in die Weiten.


Unter der Wasseroberfläche herscht eine eigene Welt. 


Das letzte Eis bezeugt den dagewesenen Winter.
Wirkt wie gewollte Dekoration.
"I'm pretending to be a good fisherman's woman
Just like Anna Ingunn's mom
The gladiator of all fisherman's wives
Makes it a lot easier thinking of you
On the sea where you have to be a month at a time
Working hard in the day
Your hands cracking from the cold and the salt
In the night when you go to bed
You try to sleep by listening to the boat breathing
The boat breathing
And the only thing
The only thing you can think of is me
Waiting for you by the window
With the brightest red lipstick on my lips
Just like Anna waits for her man
How will I learn
I'll wait"
(Emiliana Torrini)

Kleine Kapelle erfüllt mit Sonnenlicht.

Es war ein wunderschöner Tag.

Montag, 7. März 2011

Basteltag


Ich kanns nicht lassen, ich muss Euch hier ein bissal was zeigen, was ich heute gebastelt hab.
Die "Freudentränen" gehören ja anscheinend bei jeder Hochzeit schon mit dazu, hab ich zumindest so den Eindruck. Ich find aber auch, dass das eine ganz nette Idee ist.



Ich hab sie aber ein bissal vereinfachter, als so manche, gemacht. Ich finde, so passt es besser zu unserem Thema. Viele nehmen ja spezielle Taschentücher, basteln dafür spezielle Hüllen, oder kaufen diese sogar. Das wär mir dann doch ein wenig zu teuer und arbeitsintensiv gewesen. 

Ich glaub, die Lösung wie ich sie gemacht hab, ist ganz passabel.
Naja, in echt bin ich ja voll stolz ;-)
Alles Liebe,

Sonntag, 6. März 2011

Inspiriert ...



Ach, warum kann sie nicht unser Blumenmädchen sein - das wär doch so süß ;-)

Ich bin gerade fleißig am organisieren der Dekosachen, die zu basteln sind. Das heißt, die liebe Melanie macht natürlich erst mal eine Liste. Ich bin halt einfach ein Listen-Typ. Verdreht jetzt nicht die Augen, die helfen wirklich. ggg
So weiß ich morgen, was ich mal alles an Bastelmaterial noch einkaufen muss - und dann gehts mal los mit ersten Versuchen.
Und ich hab wirklich super Ideen - einige von total super Seiten - die ich da umsetzten möchte. Ich werd auch bald eine Seite mit all den nützlichen Websites machen, erstens für mich, ich verlier selber schon den Überblick und für alle anderen die es interessiert oder einfach nur gustieren wollen.

Und bei der ganzen Inspiration ist mir dann auch noch ein neues Layout eingefallen - bin total happy damit und ist sogar ein kleiner Vorbote auf unser Motto. (Vom Stil her...)
Die zwei hübschen Mädels sind zwei ganz besondere Menschen in meinem Leben :-)

Alles Liebe,